Nele goes to Canada

13Februar
2015

Fortsetzung folgt!

Hallo ihr Lieben,

https://neleincanada.wordpress.com/ Auf dieser Webseite wird mein Blog fortgesetzt! Ich kann hier leider keine Bilder mehr von meiner Kamera hochladen, daher habe ich eine neue Seite eingerichtert! Ich persönlich finde diese auch noch ein Stück cooler :D
Ich hoffe ihr werdet auch auf der neuen Seite alle weiterhin vorbeischauen!

Liebe Grüße aus dem 10Grad warmen Banff!

10Februar
2015

Missing Fotos

Noch eben schnell zu den Bildern. Ich kann leider keine Bilder mehr hier hochladen, die ich mit meiner Kamera gemacht habe, weil die den Uploader irgendwie (negativ) verändert haben.
Ich habe die schon angeschrieben und hoffe, dass die mir helfen können das Problem zu beheben, ansonsten muss ich mir was anderes überlegen. DENN so ein Blog ohne Bilder ist ja nun auch echt scheiße -.-

09Februar
2015

Abenteuer Auto

Saskia und ich planen zusammen einen Roadtrip zu machen, aber dafür braucht man schließlich auch ein Auto. Wie der Zufall habe ich in Vancouver einen Kumpel aus Vancouver, der selbst einen Roadtrip gemacht und nun sein Auto verkaufen will.
Am Donnerstag den 5. Februar haben Saskia und ich uns nach der Arbeit (kurz nach Mitternacht) auf den Weg nach Vancouver gemacht – mit dem Greyhound-Bus.
An der Greyhound-Station mussten wir leider draußen warten, denn niemand war mehr am Schalter du das Gebäude war abgeschlossen. Wir konnten von Glück reden, dass es momentan einfach milde Temperaturen sind und wir nicht bei -30 Grad dort draußen frieren mussten. Kalt war uns trotzdem!
Über Nacht zu fahren ist eigentlich ein sehr kluger Plan, nur findet man im Bus eher wenig Schlaf.
Am Anfang hatten wir uns beide unsere eigne Sitzreihe ergattert, sodass wir mehr Platz hatten und uns über die 2 Sitze ausgebreitet haben – Nur leider ist jede mögliche Schlafposition nach kurzer Zeit unbequem geworden.
Ich habe immer mal wieder ein Stündchen wegnicken können, aber erholsamer Schlaf sieht anders aus.
Nach 12 Stunden sind wir endlich in Vancouver angekommen und waren völlig fertig. Wir haben auch erst mal ein WC aufgesucht und uns die Zähne geputzt.
Unsere Rucksäcke waren unten im Bus verstaut, aber da ist es irgendwie nass gewesen und das ist durchgesifft. Saskia wollte eigentlich eine andere Hose anziehen, aber die war NASS. Ein paar von meinen Sachen waren auch etwas feucht – und alles war eiskalt.

An der Station mussten wir auch noch ‘ne Stunde warten, bis wir abgeholt worden sind, aber was macht bei der ganzen Zeit eine weitere Stunde schon aus?

In der Wohnung angekommen haben wir erst mal unsere Klamotten zum Trocknen aufgehängt und ausgebreitet.
Danach ging es zur Versicherung – was ein Schock für uns war. Wir wussten schon, dass es nicht billig wird, aber dass es so abnormal teuer wird hätten wir auch nicht gedacht! Wegen diesem Mega hohen Preis für die Versicherung konnten wir uns überhaupt nicht richtig freuen. Wir waren übermüdet und geschockt und uns war zum Heulen zumute, damit hätten wir nicht gerechnet!
Als dann unsere Kennzeichen am Auto waren, sind natürlich auch nur noch wir damit gefahren, es war zwar ungewohnt, weil das Auto so riesig ist, aber es war alles in Ordnung. Gewöhnungssache eben.
Wieder in der Wohnung haben wir dann den ganzen Campingkram bekommen, was schon recht viel ist. Da konnten wir uns schon wieder etwas freuen. Da ist echt guter Kram dabei.
Abends sind wir dann alle zusammen nach Granville Island gefahren und haben uns dort ein Improvisationstheater angeschaut. Das war echt cool. Zu der ersten Vorstellung sind wir leider zu spät gekommen (das waren mehrere Teams die jeweils ein paar Minuten bekommen haben) und das andere, was danach kam, waren zwar nur 2 Teams, aber diese hatten jeweils 25 Minuten Zeit – dabei hat sich dann auch eine ganze Geschichte aufgebaut. Am Ende durfte das Publikum abstimmen welches Team das bessere war und in der nächsten Woche wieder gegen andere antreten darf.
Das eine Team war „The Wedding“ – die haben den Bräutigam gesucht, der vor seiner eigenen Hochzeit abgehauen ist. Dabei wurde es am Ende ziemlich unwirklich, denn sie haben ein Flugzeug gekapert und sind damit zurück zum Ort der Hochzeit geflogen und sind im Aquarium (das war schon von Anfang an da) gelandet. Allerdings haben sie das Ende so hinbekommen, dass sie nicht durch das Ausschalten der Lichter mitten drin abgebrochen wurden.
Das andere Team hat das Ende leider nicht so gut hinbekommen, dafür war deren Story besser. Sie hatten mehrere Szenen mit verschiedenen Personen, die sie aber zwischen drin immer wieder miteinander verknüpft haben. Außerdem waren sie witziger, die anderen waren so Mega übertrieben und das zweite Team war teilweise auch einfach mal trocken.
Nachdem das zu Ende war sind wir mit dem Auto noch zu einem Supermarkt gefahren, der auch noch spät aufhatte, gefühlt sind wir 5 Mal im Kreis gefahren – es hat auf jeden Fall echt lange gedauert, bis wir den blöden Supermarkt gefunden haben und dann wieder zurück zur Wohnung gefahren sind.
Dort haben wir noch etwas zu Abend gegessen und als wir dann endlich schlafen gegangen sind war es auch schon Eins!

Am nächsten Morgen haben wir uns dann gegen 10 Uhr auf den Weg gemacht, allerdings wussten wir nicht so ganz genau, wie wir aus Vancouver rauskommen sollen, sind dann ein wenig herumgefahren und als wir gemerkt haben, dass wir so nicht weiterkommen, haben wir wo angehalten und das freie WLAN genutzt um uns eine Navigations-App herunterzuladen (für die mussten wir zwar 1$ bezahlen, aber die App ist super, denn sie funktioniert nur mit GPS und nicht so wie alle anderen mit Internetverbindung). Das hat leider gedauert, denn er musste alle Karten von Canada herunterladen (klar, die brauchen wir nicht alle, aber man konnte es nicht nach Provinz auswählen).
Nach 11Uhr haben wir endlich unseren Weg fortgesetzt und haben es heil aus Vancouver herausgeschafft. So ein Wirr-Warr.
Am Anfang war alles super und es hat nicht mal geregnet. Aber nachdem wir dann 200km zurückgelegt hatten, hat es angefangen wie aus Eimern zu schütten und die Sicht war beschränkt und dann traten auch noch Probleme auf.
Das Auto hat sich plötzlich angefangen ganz komisch zu fahren, und dann wollte es unbedingt in einem niedrigen Gang fahren. Super seltsam!
Natürlich sind wir auch bergan gefahren, vielleicht ist es das, aber als es dann auch noch komisch angefangen hat zu riechen haben wir uns ernsthafte Sorgen gemacht. Da haben wir erst mal angehalten und noch mal Öl und so geprüft, aber da war nichts. Wir hatten keine Ahnung warum das Auto das tat.
Dann haben wir unseren Weg fortgesetzt und plötzlich kam auch noch eine Leuchte aufgeleuchtet „Service Engine Soon“. ACH DU SCHEISSE, wir waren genau in der Mitte zwischen 2 Orten.
Wir haben dann BCAA angerufen und den unser Problem geschildert, aber die Frau am Telefon wollte nicht akzeptieren, dass wir eine ADAC-Mitgliedschaft haben und meinte dann, dass sie uns die Kosten sagen könnte. An dem Punkt habe ich mich dann von der verabschiedet und aufgelegt. FUCK!!! Mein Kumpel hatte uns vorher geraten, Mitglied beim ADAC zu werden, weil die einem auch hier weiterhelfen können. Als ich dann das zweite Mal angerufen hatte, der Frau klipp und klar gesagt habe, dass wir Mitglieder beim deutschen Partner sind und die mit denen zusammenarbeiten war sie gleich viel kooperativer, hat auch nach dem Namen und dann nach dem Fahrzeug gefragt. (Wie mies ist das denn? Wenn man verzweifelt ist und Hilfen braucht wimmeln die einen ab und wenn man abgeklärt auftritt läuft das Ganze!)
Wir haben dann weiter im Auto gesessen und gewartet und dann kam auch der Typ irgendwann und hat sich mit uns zusammen den Motorraum angesehen. Er meinte, er klinge gut und dass es auch am Anstieg liegen könnte, dass er nicht hochschalten will – und dass wir es versuchen sollten wenigstens in die nächste Stadt zu kommen. Das waren so gute 80km. Wir sind dann weitergefahren und als es dann wieder bergab ging, hat er sich auch schon wieder besser verhalten – nur die Leuchte hat noch geleuchtet.
Und dann wurde Saskia angerufen, von BCAA wo wir denn wären. Anscheinend war der Typ von einer anderen Firma und ist nur zufällig vorbeigekommen. Wer kann denn bitte ahnen, dass er von woanders kommt, nachdem wir jemanden angerufen und gewartet haben.
Naja, wir haben es zumindest gut in die nächste Stadt geschafft und waren überglücklich.
Wir haben unsere Fahrt dann weiter fortgesetzt, lief ja alles ganz gut und wir hatten keine Probleme mehr, bis auf die Leuchte!
Nach weiteren 100km oder mehr hat er dann wieder angefangen sich komisch zu verhalten, so ein wenig geruckelt beim Bremsen, aber was sollten wir machen? Mittlerweile war es auch dunkel und wir waren mitten auf der Strecke. Verzweifeln bringt nichts, also sind wir wieder bis zur nächst größeren Stadt weitergefahren. Da wollten wir dann unseren Luftdruck prüfen, aber hier scheint es nicht üblich zu sein, dass die so etwas an Tankstellen haben. Wir hatten dann endlich eine gefunden, die uns ein Kugelschreiberähnliches Ding zum Luftdruckmessen gegeben haben. Naja, warum nicht.
Ein Truckdriver hat uns dann seine Hilfe angeboten, als wir dachten, wir müssten mehr Luft in einen der Reifen pumpen. Er hat dann noch mal den Luftdruck mit uns zusammen geprüft und meinte, dass das viel zu viel sei, denn das, was auf den Reifen draufsteht (44PSI) sei das Maximum bei maximaler Beladung. Von daher haben wir Luft herausgelassen.
Naja und währenddessen haben wir ihm auch von unseren anderen Problemen, die wir während der Fahrt hatten erzählt und er hat sich auch noch mal den Motor angesehen. Dabei hat er die Zündkerzen geprüft, indem er mit dem Finger draufgedrückt, eine hat dabei geklickt. Schlechtes Zeichen. Das Gummiding hat er abgezogen und dann haben wir alle gesehen, dass diese dumme Zündkerze lose war.
John hat uns erzählt, dass wir so nicht weiterfahren sollten, weil wenn das da komplett rauskommt, könnte es ernsthaften Schaden am Motor anrichten. Also hat er uns erklärt was für ein Werkzeug wir bräuchten und dann sind wir zum nächsten Canadian Tire. Da haben wir so ein Ding für 10 Dollar bekommen. Wir haben sie festgemacht und sind dann weiter gefahren. Ich wollte dann noch mal nach ein paar Kilometern testen ob die noch fest ist, dabei ist leider das Werkzeug verbogen. High Quality für 10 Dollar… Das Ruckeln hat auf der ganzen Strecke auch nicht aufgehört.
Aber das war nicht das Schlimmste, was uns auf dem Rest der Strecke passiert ist. Nein PASSIERT ist nichts, aber wir hatten die schlimmsten Wetter- und Straßenbedingungen, die man sich vorstellen kann.
Erst mal ging es durch die Rockies, die Straßen schlängeln sich da förmlich lang. Und dann immer hoch und runter – hoch mag unser liebes Auto leider nicht so gerne, denn er ist riesig und schwer und hat wohl was unter 50PS. Dazu hat es noch in Strömen geregnet und es war Stockdunkel. Die Markierungen auf der Straße waren auch nicht immer zu erkennen und auch nicht immer waren die Reflektorteile am Straßenrand aufgestellt. Dazu kamen dann noch Straßenschäden, Steine und Geröll auf der Straße und die ganzen Trucks die da mit 100 Sachen durch die Kurven gedüst sind. Wenn sie an uns vorbeigefahren sind oder uns überholt haben, mussten wir immer stark runter bremsen, weil wir einfach gar nichts mehr gesehen haben – sie haben uns einfach immer eine Ladung Wasser auf die Windschutzscheibe gespritzt. Aber es kam noch schlimmer: Irgendwann tauchten plötzlich Nebelschwaden auf, man ist reingefahren und hat gegen eine weiße Wand geguckt, das hat sich die letzten 200km so hingezogen. Es war als würde man durch Wolken fahren! Irgendwann wurde es noch kälter und Es wurde zum Schnee-Regen-Gemisch. Dadurch lag dann auch Schneematsch auf der Straße. Wir sind die ganze Zeit mit 60 durch die Berge gekrochen, aber alle anderen sind einfach viel schneller gefahren, obwohl man nichts sehen konnte. Das hat auch mega genervt, weil die uns immer angeblinkt haben und uns unendlich dicht aufgefahren sind, bis sie uns dann endlich mal überholt haben!
Insgesamt waren wir 18 Stunden unterwegs, aber wir haben es heil nach Banff geschafft. Wir haben uns dann den Parkausweis abgeholt, unser Auto geparkt und sind dann um 5 Uhr morgens ins Bett gefallen.
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag Skifahren gehen, aber unter dem Umstand, dass wir erst morgens hier angekommen sind, haben wir ausgeschlafen, uns ausgeruht und den Tag langsam angehen lassen. Wir hatten schließlich die ewig lange Busfahrt hinter uns, dann eine kurze Nacht in Vancouver und dann eine nicht endende Autofahrt.
Demnächst müssen wir herausfinden, was mit unserem Auto los ist, hoffen aber das Beste und das es einfach nur eine Lappalie ist, die sich einfach beheben lässt.

Wir haben uns dann Abends auch sehr gutes Essen gemacht, eigentlich wollten wir und nur einen Salat machen, haben uns dann aber daran erinnert dass wir Wraps eingefroren hatten und haben dann noch unser Hack gebraten und so haben wir uns super tolle Wraps gemacht mit frischem Gemüse und Salat. Dann haben wir dazu auch noch den Sodastream ausprobiert, den wir auch noch bekommen haben und haben dazu SELTER getrunken.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich es vermisse hier Selter zu trinken. Man kann es hier zwar kaufen, aber es ist unendlich teuer und ein großer Luxus, wenn man sich das leisten kann.
Leider haben mich die letzten Tage, der wenige Schlaf, der ganze Stress etwas fertig gemacht und jetzt bin ich krank. Mit richtigem Husten. Ich hasse es krank zu sein!
Aber ich bin froh wieder hier in Banff zu sein, Vancouver hat seinem Spitznamen RAINcouver alle Ehre gemacht, denn es hat die ganze Zeit dort geregnet. Ehrlich gesagt, ich habe es lieber, wenn es kalt und trocken ist, als nass und kalt und alles zusammen (Obwohl es in Vancouver eher warm war, so um die 10 Grad). Trotzdem ist es mir da immer noch zu groß, zu grau, zu busy und ich mag Banff so viel lieber!
Naja der ganze Stress, wenig Schlaf und die Höhenveränderung haben mir anscheinend echt zugesetzt und jetzt bin ich richtig doll erkältet. Ich bin gestern sogar früher von der Arbeit gegangen, weil ich mich nicht so gut gefühlt habe UND die ganze Zeit herum gehustet habe. Ich glaube sie waren echt froh als ich weg war, dann kann ich sie auch nicht mehr anstecken.
Immerhin habe ich jetzt auch Montag und Dienstag frei, kann mich etwas erholen und wenn es gut läuft sogar Skifahren!
Jedoch sind die Temperaturen hier wieder über Null, der ganze Schnee schmilzt und ich weiß nicht wie die Conditions auf den Pisten sind…
Der ganze Januar ist schon super warm. An sich habe ich ja nichts dagegen, wenn es nach mir ginge, könnte es hier unten sogar noch etwas wärmer sein, aber auf den Bergen sollte doch BITTE BITTE gaaanz viel Schnee liegen!

16Januar
2015

Hello Again

Nun ist ja doch schon ein wenig Zeit ins Land gezogen, in der habe ich unter Anderem auch mein erstes Weihnachten und all die Festtage ohne Familie verbracht.
Wenn ich ehrlich bin war es doch schon etwas komisch! Vor allem ohne tolles Essen.
Am 24. musste ich ja arbeiten, und es war unglaublich: Als ob allen Leuten erst an dem Tag eingefallen wäre, dass ja Weihnachten wäre. Der Tag war Stress pur, da kommt natürlich totales Weihnachtsfeeling auf.
Danach lief erst mal alles weiter seinen Gang und das nächste größere Event war Silvester.
Auch an Silvester musste ich arbeiten, aber glücklicherweise wurde ich von der Nachtschicht verschont und hatte um 18 Uhr Feierabend. Yes!!!
Zum Abschluss des Jahres hatte ich noch mal einen wundervollen Scheißtag, an dem alles Erdenkliche schiefgelaufen ist.
Ich bin an dem Morgen aufgewacht und mir tat mein Auge ziemlich weh, deswegen wollte ich noch vor der Arbeit zum Arzt und damit der mir irgendwelche Tropfen oder so verschreibt.
Sicher ist sicher, also war ich noch kurz bei der Health Care, um zu checken, ob die mich auch covern. (Schon Ende Oktober hatte ich das beantragt, aber nie einen Brief mit der Karte erhalten) Was finde ich heraus? Natürlich ist da irgendwas ist schiefgelaufen und ich bin nicht gecovert.
Ich musste also die ganzen Formulare erneut ausfüllen, mein Visum kopieren lassen und und und. (Mein Visum wurde mir bei der Einreise nicht von dem Beamten eingetackert, also habe ich es mit Tesafilm eingeklebt) Die dumme Sachbearbeiterin hat es einfach zum kopieren herausgenommen um es zu kopieren. Abends, nach einem sehr stressigen Tag (das gleiche wie an Weihnachten, die Feiertage komme ja immer plötzlich und ohne Vorwarnung), habe ich dann gemerkt, dass sie mir mein Visum NICHT wiedergegeben hat!!!
Ich war geschockt und verzweifelt - ohne Visum bin ich am Arsch! WAAAS kann ich nur tun?
Okay, kühlem Kopf bewahren – es kann nur an einem Ort sein, der zwar am 1. geschlossen hat, aber am 2. Januar sind die auf jeden Fall wieder geöffnet und ich werde mir mein Visum wiederzuholen! (Schlimm wäre gewesen, wenn es mir erst irgendwann aufgefallen wäre und ich dann nicht gewusst hätte, wo ich es zuletzt hatte! Alles halb so wild)

Zum Silvesteressen waren wir beim Asiaten un danach in der einzigen Bar der Stadt, die an diesem Abend keinen Eintritt verlangt hat! (Alle anderen Bars und Clubs haben horrende Eintrittspreise verlangt. Zwischen 50 und 100 Dollar!!!) Leider haben auch viele andere das so gesehen und wollten kein Vermögen nur für den Eintritt ausgeben, daher war die Bar gerappelt voll und nirgendwo war wirklich Platz.
Kurz vor Mitternacht sind wir und alle anderen auf die Straße gegangen, um auf 0 Uhr zu warten und das Feuerwerk zu sehen. Hier ist es ja nicht so wie zuhause, wo jeder sein eigenes Feuerwerk zündet!
 Happy New Year - Mit Evelyn und Saskia Feuerwerk
Alle Menschen auf der Straße feiern Silvester. Was für eine Stimmung.

Nachdem wir dann das Feuerwerk angeguckt hatten sind wir auch ganz, ganz schnell nach Hause, weil es draußen unendlich kalt und auch windig war!
Nachdem ich mit Saskia auf das neue Jahr angestoßen hatte sind wir auch ins Bett gegangen.
Silvester mit Sekt
Denn am 1. haben wir uns auf dem Weg nach Sunshine gemacht und waren den ganzen Tag Skifahren, und wir hatten super viel Spaß!!! Wir sind quasi in neue Jahr geschlittert :)


Im Januar habe ich auch mal das Boarden ausprobiert, denn Skifahren kann ich ja soweit, also Zeit was neues zu lernen :)
Nach dem ersten Mal Boarden konnte ich mich ganze 2 Tage nicht bewegen. Mir tat einfach ALLES weh, jede Bewegung, jeder Schritt, einfach alles. Aber ich hatte Spaß und habe es danach noch mal ausprobiert. Und ich muss sagen, ich habe mich schon viel besser auf den Board gefühlt, viel sicherer und hatte noch mehr Spaß. Dieses Mal tat mir nicht ALLES weh, aber vor allem meine Knie. Man kann ja nicht nur auf der hinteren Kante fahren, naja und etwas zu weit nach vorne gelehnt und schon ist das Gleichgewicht dahin und man liegt. ;) Aber alles halb so wild, sofort aufstehen und weitermachen!
Vielleicht kann ich am Ende ja sogar beides, wie cool wäre das denn? :D

Aber im Januar gab es noch eine große Überraschung. Kevin (den ich in Vancouver kennengelernt habe) stand ganz urplötzlich bei uns im Laden – unangekündigt und völlig überraschend. Er und seine Freundin haben einfach mal eine Woche Urlaub in Banff geplant.
Wir sind mit den beiden an einem Tag im Banff National Park herumgefahren und haben uns so einiges angesehen (hätten wir vorher auch gerne mal gemacht, aber ohne Auto ist das alles doch eher unmöglich ODER scheiße teuer!).
Wir waren am Lake Minnewanka, der nicht so spannend war, denn er war zugefroren. Aber auf dem Weg dorthin haben wir eine ganze Herde von Elks (Rothirsche) gesehen, die dort ganz friedlich herumlagen.
(FOTO)
Danach ging es dann noch zum Johnston Canyon, wo halt auch alles weiß und zugefroren war. Außerdem war es glatt und ich bin 2 Mal ausgerutscht - mit meiner Kamera - aber zum Glück ist nichts passiert! Obwohl alles weiß und gefroren war, war es trotzdem ziemlich cool. Die ganzen Wasserfälle dort sind eingefroren und sehen ziemlich cool aus. Leider war es auch dementsprechend kalt und wurde schnell dunkel und noch kälter.
Aber auf dem Bowvalley  Parkway haben wir auch noch einen Elk gesehen, der da herumgewandert ist :)
(FOTO)
Am Ende sind wir auch noch zum Lake Louise gefahren, aber es war soooo unendlich kalt, dass wir es draußen nur ein paar Minuten ausgehalten haben und uns dann ins Fairmont geflüchtet haben um uns aufzuwärmen.
Aber auf dem See haben sie eine Schlittschuhbahn gemacht und in die Mitte haben sie ein Eisschloss gebaut. Richtig cool. Das ist halt nicht so Mini sondern schon ziemlich groß und man fährt im Kreis drum herum.
(FOTO)
Einen anderen Tag haben wir auch noch einen Ausflug nach Calgary gemacht. Erst mal hat es ewig lange gedauert, bis wir überhaupt geparkt haben. Im Endeffekt haben wir das Auto etwas außerhalb an einem P&R Parkplatz abgestellt und sind mit der Bahn reingefahren.
Ja und dann sind wir durch Calgary gelaufen, was nicht unglaublich spannend ist, denn viel zu sehen gibt es dort auch nicht wirklich!
Die Moral von der Geschicht: brauchst du nichts, lohnt es nicht.
Naja, aber Dinner hatten wir bei Ikea und danach haben wir uns bei Walmart mit Nudeln und anderem Kram eingedeckt, der hier das 3-Fache kostet!

Mittlerweile sind aber bestimmt auch die letzten Eisskulpturen geschmolzen, denn seit ein paar Tagen ist es schon wieder super warm geworden! Um die 10 Grad PLUS! Das ist echt super seltsam, denn auch alle Menschen, die hier schon jahrelang wohnen sagen, dass sie so etwas noch nie erlebt haben. Yeah, da bin ich mal einen Winter in Canada und erwarte den kältesten, den ich wohl je erleben werde – und was ist? Hier ist es wärmer als Zuhause! Aber immerhin regnet es nicht!
Da es jetzt schon ein paar Tage so warm ist, ist auch der ganze Schnee weg, alle Eisskupturen sind geschmolzen UND der Schnee auf den Bergen und den Pisten schmilzt! Wie soll man denn bei dem Wetter Skifahren gehen? Das wird eher Wasserskifahren.
Demnächst soll es wieder etwas kälter werden und neuer Schnee soll kommen. Ich hoffe auch, dass ganz, ganz viel Schnee kommen wird und wir wieder super-duper Powder haben zum Skifahren! Man fühlt sich dann ein wenig so, als würde man auf einer Wolke fahren – so toll und weich ist das :D Der alte Schnee ist einfach nur scheiße und macht nicht wirklich viel Spaß!!!

23Dezember
2014

In Banff tauts - Warten auf Schnee

Hallöchen Ihr Lieben, 

zwischendurch fühlt es sich hier in Banff eher an wie Frühling oder Herbts, aber nicht mehr wie Winter. Tagelang herrschten hier die Plusgrade vor - und der ganze Schnee, der innerhalb von drei Tagen heruntergekommen ist, ist somit auch wieder weggeschmolzen. Ganz ganz komisch, schließlich ist es Dezember. Normalerweise schneit es im Dezember wohl viel mehr und es ist auch kälter!
Auf den Bergen waren gerade eben noch Minusgrade, was mehr oder weniger gut ist! Gut: dass dort nicht alles geschmlzen ist. Schlecht: dass der Schnee schon angetaut ist, dann wieder gefrohren ist und nun ist der tolle Powder auch nicht mehr ganz so toll. Das habe ich beim letzten mal Skifahren feststellen dürfen!
Aber auch das ist nicht ganz so schlimm, denn es ist noch keine Eisdecke entstanden und man kann trotzdem gut fahren.
Nach dieser, man will es schon fast Hitzewelle nennen, wurde es dann auch wieder echt kalt. Am Tage herrschen wieder Minusgrade und nachts ist es dan auch noch kälter. Aber alles noch im Rahmen, denn wir hatten ja auch schon mal -37 Grad und da waren wir sogar auch noch Skifahren! Neuer Schnee lässt trotzdem auf sich warten.
Wenn das hier keine weißen Weihnachten werden, dann habe ich mir echt einen richtig, richtig schlechten Winter aussgesucht. - Hoffen wir das Beste!

Nachdem ich mit meinen alten Skiboots 2 Mal los war und mir jedes mal nicht nur die Füße sondern auch die Schienbeine wehtaten, habe ich mir neue Skistiefel gekauft. Ich habe mich auch von Leuten, die mehr Ahnung haben als ich, beraten lassen und mir einen Schuh quasi anpassen lassen. Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich mich wirklich und ganz wahrhaftig dazu entschieden habe ganz neue Stiefel zu kaufen (aber was will ich mit unpassenden Stiefeln? Da macht das Fahren auch echt nicht so viel Spaß!)

  Die wundervollen neuen und passenden Skistiefel
Da diese Schuhe natürlich kleiner als die anderen sind, müssten die Bindungen von meinen Skiern auch an diese neuen Boots angepasst werden!
Das war ein Tag bevor ich wieder los wollte. Die meinten, dass Anpassen wird über Nacht gemacht und ich kann die morgens ab 8 Uhr abholen kommen.
Also wollte ich die Donnerstagmorgen abholen (ich war schon in voller Montur und allem, denn ich wollte danach ja direkt zum Bus), doch der Verkäufer holte meine Skier aus dem Lagerraum heraus und an diesen war eine Notiz angebracht, dass die Bindungen nicht angepasst wurden konnten, da man sich nicht sicher war, wie ich denn das gerne haben würde. (Die wurden zuvor ja schon mal an meine anderen Schuhe angepasst und daher waren da schon Löcher und irgendwie konnten sie das nicht so perfekt machen, wie es eigentlich sein sollte. AHA)
Ich stand also da, in voller Montur und wollte eigentlich nur eben schnell meine Skier abholen, um dann zum Bus zu laufen und nach Sunshine auf den Berg zu fahren!
Der Typ hat mir dann erklärt, dass er denen sagen wird, dass sie die Bindungen lieber etwas weiter nach vorne als nach hinten verstetzen sollen, da es dann für mich auch leichter mit dem Lenken werden würde. (Na dann!)
Und er hat mir Skier gegeben, die ich den Tag ausleihen konnte. ZUM GLÜCK. Sonst wäre ich auch echt sauer gewesen. Diese haben Bindungen, die man nur so hin- und herschieben muss um sie anzupassen, daher ging das recht flott die an meine tollen neuen Schuhe anzupassen.
So war ich den Tag also mit Leihskiern los und habe aufgepasst, dass ich die nicht kaputt mache, was natürlich nicht ganz so einfach ist, wenn man sich unkontrolliert lang macht. Aber der Typ hatte mir noch gesagt, wenn ich die Skier kaputt machen würde, müsse ich die kaufen. Das macht einem natürlich schon ein wenig Angst und man passt doppelt auf. Aber alles ging gut und abends habe ich sie wieder zurück in den Laden gebracht.
Als ich dann am nächsten Tag meine Skier mit den angepassten Bindungen abholen wollte (dieses Mal haben sie die Bindungen auch eingestellt), stand auf dem Zettel plötzlich drauf, dass ich 50$ bezahlen sollte. WAAAS??? Davon war nie die Rede gewesen, es hieß, es würde 15$ kosten und nichts von einer Preisänderung wurde erwähnt. Das habe ich dem Typen an der Kasse dann auch so erzählt und er meinte dann. Nunja, dann berechnen wir dir heute wohl nur 15$. (DAAAANKE. 50 hätte ich echt nicht bezahlt!!! Viel zu viel)

So viel zu meinen neuen Boots. Ich muss echt sagen, ich bin froh, dass ich mich FÜR und nicht gegen diese entschieden habe, denn jetzt habe ich doppelt Spaß und meine Füße tun mir nicht weg :)
Mittlerweile war ich schon insgesamt 4 Mal los - und ich muss sagen, ich fühle mich schon ganz gutt und relativ sicher, noch nicht 100%, aber das kommt noch ;)
Und die Anderen sind auch ganz begeistert, denn Evelyn hat ganze Arbeit geleistet und mir nicht PIZZA sondern die FRIES beigebracht :P
In der Skischule bringen sie den Leuten immer bei, dass man bremst, indem man vorne die Skier zusammen macht (Pflug, Pizza, wie auch immer, sieht echt blöd aus), aber Evelyn meinte, dass das ja nur die kleinen Kinder machen und dass das ja auch total dämlich aussieht. Also bremse ich, indem ich immer schön Kurven fahre! Sarina war ganz begeistert und hat dann noch mal nachgefragt wie oft ich denn schon los war! (Es gibt auch ein Video, wo man den Vergleich sehen kann, wie Evelyns Lehrmethoden wirken und die der Skilehrer :P)


Ich bin die Woche auch noch mal losgelaufen und habe ein paar Fotos vom schönen Banff gemacht ;)

Dieser Mond :)  Cascade Mountain
Die Spitze in der Wolke :)  
In Banff tauts  Es es war der wohl imposanteste Eiszapfen in ganz Banff

Und Banff ist nicht nur am Tage ganz nett anzusehen, sondern sie haben für die Weihnachtszeit auch extra Beleuchtung angebracht, die mehr oder weniger schön ist ;)
Banff at night weniger schöne Beleuchtung
Santa auf demDach bunt Banff Ave Too cold to get sign changed. Die Kanadier :P
Entchen auf dem Dach
mein Highlight-Foto. oh Canada, so wundervoll

In Banff sieht es doch recht weihnachtlich aus, auch wenn ich mich überhaupt nicht so fühle! Im Ernst, es ist irgendwie super merkwürdig (auch wenn ich Weihnachten nicht immer so toll finde, vermisse ich es von zuhause momentan doch!).
Ich weiß noch nicht genau, wie ich Weihnachten feiern werde, ich hoffe, dass sich da noch was ergibt. Auf jeden Fall arbeite ich am 24. (hier ist Weihnachten ja erst so richtig am 25.) und am 25. ist unser Laden zu, das heißt ich habe den Tag frei.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest und gutes Essen! Ich hoffe Ihr habt auch alle einen schönen Baum und es gibt schöne Geschenke!
Ich vermisse Euch, frohe Weihnachten!!! ♥

05Dezember
2014

Nach 2 Monaten - 9.5 Wochen - 66 Tagen

Es waren 66 Tage, 9.5 Wochen, 2 Monate!

Nach nun mehr als 9 Wochen - genauer gesagt nach 66 Tagen - bin ich nun endlich aus dem Hostelzimmer ausgezogen und un einen privaten, dauerhaften Raum eingezogen! Den teile ich mir mit Saskia.
Ihr könnt Euch alle gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin!!!

Am Donnerstag habe ich all mein Zeugs in den 4. Stock gebracht (das Gebäude ist immer noch das gleiche) und  mich eingerichtet!
Ich habe ein richtiges Bett und kein Stockbett mehr, das fühlt sich so gut an! Dazu kommt, dass ich ein kleines Schränkchen habe, in das ich meine Klamotten tun kann, sogar mit Schubladen!!!
Ich habe ALLE meine Sachen aus dem Rucksack in den Schrank geräumt.
Dieses glückselige Gefühl kann man glaube ich nur nachvollziehen, wenn man wirklich 2 Monate lang auf engstem Raum nur aus seinem Rucksack gelebt hat!
Außerdem habe ich das Zimmer erst mal umgestellt, ich fand das alles ziemlich ungemütlich, denn die Schränke standen als Raumteiler in der Mitte des Zimmers und haben es halt total geteilt und dunkel gemacht. Jetzt stehen sie an der Wand!
Im Bad wurden erst mal Duschgele und Seifen weggeschmissen, die auch nicht Saskia gehörten.
Neben meinem Bett habe ich sogar ein Nachtschränkchen, so viel Luxus! Das hört sich bestimmt für Euch alle albern an, aber in den 10er Zimmern hatten wir nur das Bett und ein bisschen Platz auf dem Boden um unsere Sachen dort hinzutun.
Was richtige Möbel alles so ausmachen können, ich möchte es ehrlich gesagt nicht missen! Man gewöhnt sich zwar irgendwie daran, nur aus seinem Rucksack zu leben und keine Privatsphäre zu haben und keinen Platz für Sachen zu haben, aber zwischendurch kam doch immer Mal wieder Verzweiflung auf! In dem letzten Zimmer hatte ich ja nicht mal wirklich Platz für meinen Rucksack, den Musste ich hinstellen, weil hinlegen nicht möglich war, es war einfach kein Platz da!

Zu unserem Zimmer gehört glücklicherweise auch ein kleines Bad mit Waschbecken, Dusche und Klo. Die Küche wird von allen, die hier im 4. Stock wohnen, geteilt. Nachteil ist: Man braucht sein eigenes Geschirr, Besteck, Kochtöpfe, Alles! Das Ding ist, wir haben Nichts. Aber das wird auch noch!

Die erste Nach in diesem Zimmer habe ich relativ gut geschlafen! Keine schnarchenden Leute, oder welche, die mitten in der Nacht anfangen zu telefonieren (das hat die eine im 10er Zimmer tatsächlich gebracht - so macht man sich Freunde), oder welche, die ihren Wecker auf 7 Uhr stellen, ihn 3 Mal schlummern lassen und dann doch nicht aufstehen und auch niemanden der irgendwelchen Lärm macht!!! So gut!


Am Mittwoch war ich auch wieder Ski fahren und ich muss sagen, es klappt mit jedem Mal immer besser! Nur leider sind meine Skistiefel mir zu groß, das heißt, die drücken total und ich habe nach ein paar Stunden unglaubliche Schmerzen an den Schienbeinen. Ich brauche neue Stiefel, aber das ist jetzt eher schwer zu bekommen. denn das Meiste ist schon weg und ich will ja eigentlich auch keine niegel-nagel-neuen Stiefel...
Da wir jetzt schon 2 Mal in Sunshine waren, wollen wir nächste Woche mal nach Lake Louise fahren und dort die Pisten ausprobieren, denn jede Busfahrt kostet 15$ und das wird auf Dauer tatsächlich teuer, man kann auch einen Season Bus Pass kaufen, für 300$, aber eben nur für ein Gebiet, deswegen müssen wir das mal austesten und uns dann entscheiden!
Außerdem war Evelyn das letzte Mal das erste Mal boarden und sie hat sich richtig gut gemacht, und weil das bei ihr so leicht aussah, will ich das auch mal ausprobieren.
Ein Arbeitskollege von mir meinte, dass ich ja auch tatsächlich beides lernen könnte, ein Fuß auf den Skiern und einen auf dem Board :P
Aber hey, warum nicht, ich habe die ganze Season und könnte tatsächlich beides lernen ;)

Ihr hört von mir! <3

01Dezember
2014

Das erste Mal auf den Brettern

Auch für uns ist die Ski-Saison nun offiziell eröffnet


Am Sonntag war ich das erste Mal Skifahren!
Wir sind nach Sunshine Village gefahren und Evelyn hat mir quasi die Basics gezeigt!

Der ganze Spaß ging morgens um 8:30 bei ca -37 Grad los. Evelyn hatte jemanden getroffen, der auch vorhatte nach Sunshine Village zu fahre UND sogar ein Auto hat!
Ja, draußen war es wie gesagt arschkalt, im Auto also auch! Da hier ja alle so High-Tech Autos fahren, ging auch NUR die Beifahrertür auf und wir mussten alle durch die eine Tür ein- und aussteigen. Mal was anderes ;)
Achja und da das Auto noch mehr Komfort bietet (er meinte er hat 900 Dollar für das Ding bezahlt :P), ging natürlich auch die Heizung nicht. Es waren in dem Auto dann eben auch einfach -37 Grad!
Schon auf dem Weg zum Berg sind mir meine Füße eingefroren und ich dachte nur: Scheiße, wie soll ich den Tag denn bitte überleben?
Auf dem Parkplatz angekommen, und vollkommen verfroren, sind wir dann auch wieder alle 3 aus der Beifahrertür rausgeklettert - das fanden die neben uns tierisch komisch!
Nachdem wir uns dann alle in unsere Skistiefel gezwängt hatten (ich dachte zwischendurch, dass ich da entweder nicht reinkomme oder mir den Fuß dabei breche), und uns eingepackt hatten, dass nur noch die Augen frei waren, sind wir mit den Skiern auf dem Arm losgelaufen. Wenn man das noch als Laufen bezeichnen kann. Ich verstehe nicht, wie man in den blöden Stiefeln überhaupt gut vorwärts kommen kann. Die Boarder haben da mit ihren Stiefeln absolut den Vorteil, die können vernünftig laufen und müssen sich auch nur das Board unter den Arm klemmen und nicht wie wir 2 Skier und dann auch noch die Stöcke und und und... Naja, was solls!
Bevor wir mit der Gondel nach oben gefahren sind, haben wir uns erst mal aufgewärmt, ich habe meine Füße kaum noch gespürt, keine gute Voraussetzung den ganzen Tag draußen zu verbringen!
Uns war dann wieder warm und wir sind nach oben gefahren, das hat mit der Gondel so ca 10 Minuten gedauert.
Ausgestiegen und die beiden haben sich sofort die Skier unter die Füße geschnallt und ich stand da und musste mich erst mal sortieren. Und ja, kurze Einweisung von Evelyn und auch ich hatte die Skier an den Füßen.
Mit dem Sessellift ging es dann auch direkt nach oben auf den Berg. Die Aussicht ist echt super! Aber der Lift hatte keine Kabine oder so, wir waren der Kälte und dem Wind vollkommen ausgesetzt.
Oben auf dem Berg, sah die Piste echt ganz nett aus, die Steigung war nicht zu doll und gut machbar.
Evelyn hat mir dann gezeigt wie ich bremsen und lenken kann und dann ging es auch schon los. Runter die Piste... Ja, mit dem Lenken muss man erst mal ein Gefühl für bekommen und die Geschwindigkeit die man da aufbaut, puh. Nach den ersten paar Metern lag ich dann auch direkt mal im Zaun (mit dem die Piste teilweise abgesteckt ist). Aber ich lag auch so, dass ich da ohne Hilfe echt nicht mehr rausgekommen bin!
Weiter ging die Fahrt und ich habe ein bisschen das Gefühl dafür bekommen. Ein paar Kurven fahren, aber immer nur nach links. So kam ich dann ganz schnell wieder an die Begrenzung und musste aus dem Tiefschnee raus.
Irgendwann wurde der Abhang dann mega steil und ich hab echt etwas Angst bekommen. Aber Evelyn hat mir Mut gemacht, gesagt was ich tun soll und es mir vorgemacht. Nach bestimmt ner Stunde, hatte ich den Hang dann auch geschafft. Es hat mich dann das ein oder andere Mal echt reingehauen, meine Skier hab ich nicht nur ein Mal verloren, aber es hat Spaß gemacht. Achja und MIR war NICHT kalt.
Weiter und weiter und weiter ging es und ich habe ein immer besseres Gefühl bekommen.
Evelyn meint zwar, sie hatte nie Unterricht und kann auch nur ein bisschen, aber ich denke, das bringt mehr Stundenlang mit jemanden zu fahren, als eine Stunde zu nehmen (so spart man sich natürlich auch echt viel Geld :P).
Wir sind die Piste 2 Mal gefahren (Sie war echt lang und das erste Mal haben wir bestimmt mehr als 2 Stunden gebraucht). Und dann habe ich auch schon gemerkt, dass das alles recht anstrengend wird und ich müde! Aber beim 2. Mal hat es schon viel besser geklappt und wir haben viel weniger lange da runter gebraucht :)
Evelyn fährt ja seit Jahren Ski und konnte mir deshalb gut alles zeigen und zum Glück hat sie auch Ski genommen. Denn dieses Jahr würde sie gerne das Boarden ausprobieren und war am überlegen, nicht an dem Tag schon das Boarden auszuprobieren. Gut, dass sie das nicht gemacht hat: Nichts und Nichts hilf sich - NICHT! ;) Das wäre was geworden, ich das erste mal auf den Skiern und sie zum ersten Mal auf dem Board.

Oh und zwischendurch mussten wir natürlich auch anhalten und die Aussicht genießen, die war einfach nur wahnsinn. Und das Wetter war perfekt, zwar kalt, aber die Sonne hat geschienen und beste Sicht!
Mit Sonnenschein in Sunshine! All die Berge, Rockies halt! Evelyn und ich :) Der fast-Profi :P

Die ganze Zeit draußen war mir wirklich nicht kalt, voll gut, aber auf dem Rückweg (in dem Auto ohne Heizung) sind wir alle regelrecht eingefroren, vor allem meine Füße, die waren bestimmt -20 Grad kalt!

So, an diesem Tag haben wir nicht nur gelernt ein wenig Ski zu fahren, sondern auch, dass sich so eine Gesichtsmaske tatsächlich lohnt und die Leute die nicht aus Spaß anhaben (Ich hatte zwar meinen Schaal vor meinem Gesicht, aber der war dann irgendwann GEFROREN.
Und: Man ziehe keine Socken an, die nicht länger sind als die Boots, denn das hat irgendwann mega doll angefangen zu drücke und wehzutun. Meine Schienbeine tun echt weh und es gibt blaube Flecken.
Und ja, mir tut eigentlich heute alles weh: mein Popo, meine Beine, meine Arme, alles!

Bis demnächst!

28November
2014

Walking in a Winterwonderland

Hallo ihr da draußen!

Nachdem ihr jetzt sicher einen guten Einblick bekommen habt, wie das Leben im Hostel so für mich ist, kann ich berichten, dass ich es jetzt "nur noch" eine Woche im Dorm aushalten muss.
Nächste Woche Donnerstag heißt es dann: Ab in den vierten Stock!!!
Im vierten Stock gibt es nämlich das permanente Wohnen, dafür lässt man sich auf eine Liste setzen und wartet ab, bis da oben jemand auszieht und man dann endlich einziehen kann. Den ganzen Prozess kann man beschleunigen, in dem man halt einfach Leute kennt, die demnächst aussziehen oder wo der momentane Mitbewohner auszieht. Mit denen redet man dann und die können ein Formular ausfüllen und bestimmen wer als nächstes einziehen soll! Whoop so einfach ist das. Schwierigkeit: Kenne die Leute und wisse wer ausziehen wird!
Bei uns sah das wie foglt aus: Maxi (der übrigens aus Elmshorn kommt) kannte jemanden, bei dem der Roomie ausgezogen ist und konnte deshalb oben einziehen, weil die Deutschen hier ja alle zusammenhalten müssen und er Anfang Dezember nach New York City geht, und sein Roomie ausgezogen ist, hat er uns (Saskia und mich) auf seine Liste gesetzt. Da nur ein Bett frei ist mussten wir losen wer oben einziehen darf.
Das Schicksal hat Saskia ausgewählt, deswegen heißt es für mich: DER COUNTDOWN LÄUFT!
Bei meinem Glück durfte ich auch noch wieder vom 8er Zimmer ins 10er umziehen und habe ein Bett oben bekommen.
So viel also zur momentanen Wohnsituation, die sich dann auch endlich drastisch für mich verbessern wird!!!

Das Winterwonderland hat sich hier so ziemlich in den letzten 3 Tagen entwickelt. Seit Mittwoch hat es nur noch geschneit und erst am Freitagabend wieder aufgehört. Das sieht hier alles jetzt richtig verschneit aus! Autos sind von Schnee bedeckt und von den Fahrrädern kann man nur noch Lenker und Sattel aus dem Schneemassen herausragen sehen. Ich habe etwas von 94 cm gehört. Kommt ganz gut hin, denn nach dem 1. Tag bin ich schon um mindestens 20cm im Schnee versunken.
Tag 1 (das kam alles nur über Nacht runter) So viel Schnee - Tag 1 nachmittags (und das ist nicht mal alles) WINTERWONDERLAND
Bei diesen Massen an Schnee, die hier herunterkommen (zum Glück ist es hier noch harmlos, verglichen mit Orten in den USA, wo sie sich Tunnel graben müssen um an die Autos zu kommen und so!) sind die Straßen auch keine Straßen mehr sondern Eisbahnen.
Ja, was aber nicht ganz so witzig an dem Schnee hier ist, ist wenn es anfängt zu stürmen. Der ganze Schnee hier ist nämlich nicht so wie zu Hause, sondern halt Powder und das wird dann immer schön herumgewirbelt. Viel Spaß beim durchlaufen!!! Und der Wind ist auch eisig und schneidend, man kann nicht nur einen Sunburn sondern auch Windburn bekommen!!!

Meine ganze Skiausrüstung habe ich ja schon set einiger Zeit zusammen, aber der Schnee war noch nicht so richtig da. Klar hatte es schon geschneit, aber das war ja nur ein bisschen (verglichen mit jetzt). Einen Skipass hatte ich ja auch schon, aber der ist leider nur für den einen Berg, der nicht so toll sein soll, und auch nur für unter der Woche, sprich Montag bis Freitag.
Ich habe mich jetzt für den Big 3 Pass entschieden, denn da sind einfach alle 3 Skiresorts mit drin und ich kann immer gehen und habe keine Black Days.
Mein Season Pass!
Ich habe so viel Geld ausgegeben wie noch nie und bin jetzt offiziell pleite! (Keine Sorge, bis zum nächsten Paycheck überlebe ich)
Aber dass ich den Pass gekauft habe, bedeutet auch, dass ich wohl die ganze Saison hier in Banff und Umgebung bleiben würde. Ich gebe doch kein Vermögen aus, um das dann nicht vollkommen auszunutzen! Aber mit dem Zimmer, dass ich ja in ein paar Tagen beziehen werde, kann auch eigentlich nichts mehr schief gehen!
Auf mein erstes Mal Skifahren freue ich mich schon tierisch und werde auch auf jeden Fall davon berichten!!! ;)

Ein kleiner Zeitsprung zurück: Vor ca. 2 Wochen (da lag zwar auch schon Schnee, aber nur ein bisschen) habe ich zusammen mit Evelyn die Discover Banff Tour gemacht. Wir sind gute 5 Stunden mit einem Bus durch Banff getourt und haben dann noch einen Abstecher nach Lake Louise gemacht (Dieser See ist für seine tolle türkise Farbe bekannt).
Ich fand die Tour ganz ganz toll, denn so habe ich endlich mal gesehen wo ich so überhaupt bin (ohne Auto lässt sich hier relativ wenig gut erkunden und die Touren kosten ja auch ein Vermögen).
frozen Bow Falls Bow River
Evelyn und ich Der Berg da, soll aussehen wie ein Bison. Ja ja, mit viel Fantasie ;) Lake Louise (aber nicht türkis) Lake Louise Auch wenn er nicht türkis ist, das Wasser ist glasklar. Achtet auf die Spiegelung!!!!
Die Tour war so ein Special für Locals vom Ambassador Programm - Man geht erst zu einem Vortrag und hört sich da ganz viel über Banff und den Banff National Park an und der 2. Schritt ist dann diese Tour zu machen (für die wir nur 5 Dollar bezahlen mussten), als aller letztes bekommt man einen Ambassador-Ausweis. Das Ding ist im Prinzip eine Gutscheinkarte und man kann sehr viele Aktivitäten umsonst machen. Richtig toll!

Evelyn und ich waren schon in den Hot Springs baden, bei 40 Grad. Und haben hier das Fitnescenter besucht und waren darin Schwimmen.
Man kann noch so viel mehr machen, wie Curling, Tubing und Gondelfahren und so!!!

Ihr hört von mir!
Ich würde mich auch freuen von Euch zu hören, Kommentare unter meinen Einträgen dürft Ihr also auch gerne hinterlassen! :)

21November
2014

Hostelleben die Vierte

Auszug, endlich sind sie weg - Ach ne, doch nicht

So in den letzten paar Tagen sind hier zum Glück so einige Leute ausgezogen, besonders froh war ich darüber, dass die mit der ich mich wegen des Lichtschalters angelegt hatte weg ist!
Allerdings gibt es auch noch eine Koreanerin und eine Chilenen, die hier wohnen und keinen Ärger machen. :P
Die Chilenin ist am Mittwoch morgen in aller Frühe aufgestanden und hat ihren restlichen Kram zusammen gepackt und ist dann verschwunden, als ich abends allerdings wieder kam, war die auch wieder da. Hä, was ist denn da los? Sie hatte erzählt, dass sie nach Hause fliegen wird und sich ja auch schon so sehr auf Zuhause freut - und dann ist die wieder da? Sie hat ihren Flug um fast 2 Wochen verschoben, weil sie festgestellt hat, dass sie ja noch gar keine Geschenke gekauft hat - wie viel Sinn macht das denn, extra dafür den Flug zu verschieben? Außerdem liegt sie auch den ganzen Tag im Bett und spielt auf ihrem Handy und dem Laptop rum, so wie sie es vorher auch gemacht hat - was war noch gleich mit den Geschenken? Naja, nicht unser Problem, sie ist ja zumindest ruhig und stört kaum.
Am nächsten Tag hatten wir das Gleiche noch mal, aber diesmal mit der Koreanerin, die ist um 7 hier aus dem Zimmer, mit Sack und pack und abends war sie wieder da. Sie hat angefangen zu arbeiten und die stellen auch eine Staff Accommodation, allderdings haben sie der Ärmsten nicht erzählt, dass sie erst ein paar Tage nach Arbeitsbeginn dort einziehen kann. Also ist auch sie zurück in unser Zimmer gekommen!

19November
2014

Hostelleben die Dritte

Das Lichtschalter-Debakel

Die guten Leute hier haben es auch einfach nicht drauf, das Licht auszuschalten, wenn sie den Raum verlassen. Vor allem nicht das Licht im Badezimmer!
Da kommt es doch schon öfter mal vor, dass man in den leeren Raum kommt und alle Lichter sind an.
Geil ist aber auch, dass sie das Badezimmerlicht abends, wenn alle schon schlafen, benutzen um den Raum zu erleuchten, im Dunkeln lässt es sich ja so schwer etwas erkennen.
Die Gute über mit (es sind Doppelstockbetten, wie will man sonst möglichst viele Leute auf engen Raum zusammenpferchen?) kam als letzte in den Raum und hat sich dann fertig gemacht und alles. Auch andauernd hin und her, aber naja, sie hat zumindest keinen Krach gemacht. Aber dann: Das Licht im Badezimmer ist noch an und sie legt sich in ihr Bett und guckt Laptop. Ich habe so 1 oder 2 Minuten abgewartet und mich gefragt ob das jetzt wirklich ihr Ernst ist. War es... Dann bin ich hoch, habe sie so böse wie möglich angeguckt und haben wütend das Licht ausgemacht. Ich glaube nicht, dass es sie gejuckt hat.
Jedoch ein anderer Abend, ich kam von der Arbeit, war aber nicht die letzte, die andere geht ins Bad, duscht und föhnt sich dann auch noch die Haare, da dachte ich auch schon so: Im Ernst?!
Das Größte war dann aber, dass auch diese dumme das Licht im Bad angelassen hat. Ich habe sie dann gebeten, das Licht doch bitte auszumachen und daraufhin hat sie geantwortet, dass es doch besser ist es anzulassen, da ja noch nicht alle wieder hier im Zimmer sind und die dann ja nichts sehen würden. Als ich dann dagegen was gesagt habe, meinte die, dass wenn ich keinen Stress haben will, soll ich das lieber mal so akzeptieren. HALLO??? Was ist denn bei der kaputt. Die beiden, die dann sonst wann gekommen sind (der Lichtschalter ist übrigens direkt neben der Tür) haben dann netter Weise das Licht auch die ganze Nacht brennen lassen!
Zum Glück zieht die eine (die auch nervig schnarcht) in den nächsten paar Tagen aus! Was bildet die sich ein!

14November
2014

Hostelleben die Zweite

Die Flip-Flop-Krise

In unserem Zimmer war eine richtig angenehm nette Frau, die des Öfteren mal meinte, dass wir doch gegen 10 mal leise sein sollen, weil Sie am nächsten Tag früh raus muss. Aber wenn wir morgens vom Frühstück kamen, so gegen 10:30 lag die olle immer noch im bett. Was heißt bei der denn früh?
Naja auf jeden Fall hat es ihr auch so gar nicht gepasst, dass wir zu dritt sind und viel Spaß haben. Wir reden und lachen, was ihr anscheinend gegen den Strich geht. 

Eines morgens gegen halb 9 fängt Sie an in ihrem gesamten Kram herumzuwühlen. Sie zieht einen Koffer nach dem anderen unter dem Bett hervor und macht jeden (aber auch wirklich jeden) Reißverschluss auf und wieder zu! Ziiiiiiip, Zaaaap!
Dann dachte die sich, dass Sie mal mehr Licht braucht, macht also die eine Deckenlampe an - immer noch zu wenig Licht - also wird auch noch die zweite angemachtmacht und das Zimmer erstrahlt im grellen Licht. Dass das ganze Zimmer noch in den Betten liegt und quasi schläft interessiert sie herzlich wenig und fährt fort mit ihrer Suche. Aber weil das ja noch nicht genug ist, fängt Sie an zu reden. Nein, kein vor-sich-hin-Gemurmel, normale Lautstärke! Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht wach war, der war es dann!
In einem super pissigen Ton sagt sie an das ganze Zimmer gerichtet, dass Sie ihre Flip Flops sucht!
Sie fängt sogar damit an uns zu beschuldigen, wir hätten ihre scheiß Flip Flops geklaut! "Ihr wisst was passiert wenn im Hostel was weg kommt?! Alle eure Sachen werden durchsucht!!!" - Ja ganz sicher lasse ich die Olle meine Sachen nach ihren kack Flop Flops durchwühlen, was träumt sie nachts??!
10 Beschuldidungen, wir hätten ihre Flip Flops genommen und 100 Androhungen, alle unsere Sachen zudurchsuchen später, hat sie endlich in dem Deckel von IHREM Koffer (!!!) ihre dummen Flip Flops endlich gefunden. Geht's noch? Wir müssen darunter leiden, dass Sie es nicht auf die Reihe bekommt ihren Kram zusammenzuhalten. Na vielen dank, und guten Morgen auch!

Am Abend des gleichen Tages haben Evelyn und ich uns ein paar Videos angesehen und mussten einfach nur lachen! Wir haben uns beim Brotbacken gefilmt und mit den Utensilien, die in der Küche bereitgestellt werden muss man einfach improvisieren! Niemand war im Zimmer, den wir gestört hätten (möchte ich an dieser Stelle betonen!). Unsere super freundliche Freundin kommt ins Zimmer gerannt, kramt eine Minute in ihren Sachen rum (Evelyn und ich können uns vor Lachen kaum halten) und dann rennt sie auch schon wieder raus und ruft "Ich geh jetzt zum Front Desk!!!!!"
Als sie dann wieder gekommen ist (das Videos gucken war inzwischen beendet), erzählt sie uns (in einem Ton!), dass sie ja in ein neues Zimmer umziehen kann, wo ja weniger Leute drin leben würde und wo es auch leiser zugehen würde! Wir meinten nur: "Ja, schön für dich!"
Und dann hat sie uns auch noch erzählt, dass wir ja auch einfach 24 Stunden am Tag reden würden und dass das ja die anderen alle auch stören würde. Nach dem Motto wir belästigen alle. Ja aber mehr Privatsphäre als dieses 10er Zimmer bekommen wir hier nicht und sie kann uns ja wohl nicht verbieten uns in dem Zimmer aufzuhalten und uns zu unterhalten. Aber sie auf der anderen Seite darf alle morgens wach machen und beschuldigen ihre blöden Latschen geklaut zu haben. Die ist bestimmt schon über 30 und wenn man im Hostel in einem 10er ZImmer (!!!) lebt muss man schon mal tolerant sein! Aber naja, sie ist weg und wir haben unsere Ruhe vor der!

13November
2014

Get the Winter Started

Der Wintereinbruch kam zwar nicht sehr überraschend, aber trotzdem irgendwie plötzlich!
Klar war es die ganze Zeit schon kalt und es wurde auch immer kälter, aber es war halt eher Herbstwetter. Regen, grauer Himmel, ne steife Briese... Nicht gerade das tollste Wetter um mal etwas zu unternehmen, wenn mal Zeit dazu wäre.
Die unmotivierte, herbstliche Stimmung hat sich zwischendurch bei uns auch mal breitgemacht und es gab Tage da haben wir lange im Bett gelegen, bis wir los zur Arbeit mussten. Also wir haben wieder zusammen ganz viel Nichts getan ;)

Evelyn hat ziemlich gute Angebote von dem Skiresort Lake Louise bekommen, aber ihr gefällt es mit uns genau so gut, wie es uns mit ihr gefällt und hat sich dann auch noch um einen Job im Bistro vom Hostel beworben. Nach ganz viel hin und her, Absage da, Zusage da und ganz viel bangen ist Evelyn letztendlich doch hier bei uns geblieben :D Sie konnte sogar in die Staff Accommodation einziehen!!!
Für Saskia und mich hat sich immer noch nicht wirklich was ergeben und wir harren noch im 10er Zimmer aus. Was sollen wir sonst tun? Wir stehen auch auf der Liste für das permanente Wohnen, aber diese ist leider lang und es ist ungewiss wann und ob wir etwas bekommen. Aber das wird schon irgendwie!!!

Ja noch mal zum Winter, der ist hier von einen auf den anderen Tag eingebrochen! In der Nacht hat es angefangen zu schneien und den ganzen nächsten Tag gar nicht mehr aufgehört. Morgens, als wir aus dem Fenster geguckt haben, war schon alles weiß und am Abend hat eine dicke Schneeschicht die Welt von Banff bedeckt! Bestimmt 10cm! Von einen auf den anderen Tag, so etwas würde es Zuhause nie geben ;)
Winter!!!
Naja, aber damit stand ich regelrecht vor einem Problem, denn bis dato hatte ich noch immer keine Wintersachen! Hier in Banff gibt es natürlich die Möglichkeit Skikleidung und Ausrüstung zu kaufen, aber wenn eine Skijacke runter gesetzt immer noch 299$ kostet, bin ich ehrlich gesagt nicht gewollt das Geld dafür in die Hand zu nehmen. Nur weil wir hier in Banff sind! Tzzz, die können die Preise einfach nach Lust und Laune ansetzen. Pff, aber nicht mit mir!!!

Am Wochenende bin ich mit Saskia nach Canmore gefahren (auch das erste mal, dass ich überhaupt aus Banff rausgekommen bin), da haben wir darauf gehofft im Thriftstore günstig etwas Gutes abgreifen zu können, aber NEIN, es gab gar nichts!!!! Außer ein paar Skier, die für 100$ verkauft wurden, aber wir beide haben leider so GAAAAR keine Ahnung von irgendwas und dann haben wir es lieber gelassen!
Frustriert und ohne irgendwas sind wir dann nach Banff zurückgekehrt.
Wie dast jeden Tag haben wir mit Evelyn zusammen gekocht! Es gab Kartoffelpüree mit Fleischküchle (auf hochdeutsch nennt man sie auch Frikadellen) und Karottengemüse! Das war unglaublich lecker :D
Egal was wir kochen, es ist IMMER lecker!!!

Am Dienstag hatten Saskia und ich endlich mal beide einen freien Tag und sind endlich mal nach Calgary gekommen, wo die Preise anscheinend ganz normal und nicht so wucher sind!!!
Ich habe eine wundervolle blaue Skijacke gekauft, dazu eine weiße(!!!) Hose (da waren ein paar Flecken drauf und ich habe Discount bekommen), einen Helm, eine Skibrille und auch noch Skiunterwäsche und ein paar Handschuhe (ohne Handschuhe sind die Hände sofort Eiszapfen). Insgesamt habe ich wahrscheinlich so viel ausgegeben, wie ich in Banff für eine teurere Jacke ausgegeben hätte.
Also es hat sich tierisch gelohnt, ich bin glücklich und muss nicht mehr frieren. Und ich bin noch mal wieder aus Banff herausgekommen.
Jacke und Hose, jetzt muss ich nicht mehr frieren

Aber das wichtigste: WIR SIND BEREIT FÜRS SKI-und SNOWBOARDFAHREN :D
Auf unserem Rückweg zur Busstation haben wir noch einen anderen Laden entdeckt und sind da einfach mal rein und haben ein wenig geguckt. Da hat Saskia DIE Skibrille entdeckt, aber in dem anderen Laden hatte sie ja schon eine gekauft. Wir sind dann ohne die Brille zur Busstation und haben da gewartet, naja und dann meinte ich zu Saskia, sie soll da noch mal hinsprinten und sich die Brille hohlen, die andere könnte ja sonst Evelyn bekommen, wenn sie das will. Also ist sie los und hat eine knallgrüne Skibrille geholt (passend zu ihrer Jacke) und war überglücklich :D
READY

 

10November
2014

Hostelleben die Erste

Das Tütengeraschel-Massaker

In das wundervolle 10er Zimmer ist ein neues Mädel eingezogen, die irgendwie keinen Koffer und auch keinen Rucksack besitzt. Daher hat sie alle ihre Klamotten in Plastiktüten! Und es ist nicht nur eine, wo sie ihr Zeug reingeschmissen hat, sondern es sind bestimmt 5!
Morgens um 7:15 Uhr muss man dann natürlich im Dunkeln mit ihrer Handytaschenlampe herumleuchten und in den Tüten nach den richtigen Klamotten wühlen. Zu meinem großen Glück ist dieser Haufen aus Tüten direkt neben meinem Kopfkissen und ich wurde liebevoll durch lautes Geraschel geweckt! Was für ein guter Start in den Tag!
Aber weil das ja nicht genug ist, sich die richtigen Klamotten aus den 5 verschiedenen Tüten heraus zu suchen, musste sie auch noch Ordnung schaffen und von einer in die andere Tüte räumen und dann wiederum in noche eine andere! Ich betone noch mal, es war 7:15 Uhr!!!
Danach ist sie noch 4 Mal aus dem Zimmer und wieder rein gelaufen und dann kehrte nach ner guten halben Stunde endlich wieder Ruhe ein!
Natürlich war das noch nicht alles, wieso denn auch? Hier im Zimmer sind so vele Leute die man nerven kann, das muss man doch ausnutzen und gegen 9 ging der ganze Scheiß von vorne los!

26Oktober
2014

Die drei Musketiere

Hallo ihr da draußen, von mir kommt auch endlich mal wieder ein Lebenszeichen!

Das liegt daran, dass die letzten 2 Wochen kein Zuckerschlecken für mich waren! Gegen alle Erwartungen bin ich leider echt doll krank geworden. Angefangen mit Fieber und Grippe, lauter Arztbesuchen und geendet hat es mit 6 Tagen Krankenhausaufenthalt!
Die Wochen waren geprägt von einem nächtlichen Besuch der Notaufnahme, des städtischen Krankenhauses, einem Arztbesuch am nächsten Tag, dann noch mal Notaufnahme und als ich dann zum dritten mal im Krankenhaus angetanzt bin, haben sie mich auch direkt dort behalten! Das war zu dem Zeitpunkt auch echt nötig, denn es ging einfach gar nichts mehr!
6 Tage haben sie mich dabehalten!
Ehrlich, das waren bestimmt die schlimmsten 2 Wochen in meinem Leben! Stellt euch das mal vor, zum ersten Mal wirklich im Krankenhaus, es geht dir soooo beschissen und deine Familie kann dich nicht mal besuchen. Kontakt zur Außenwelt war auch nur begrenzt möglich, denn WIFI gab es im ganzen Krankenhaus auch einfach nicht.

Aber zum Glück geht es mittlerweile wieder Berg auf und alles scheint tatsächlich besser zu werden!
Saskia und ich mussten wieder in einen neuen Dorm ziehen und diesmal haben wir das große Los des 10er Zimmers gezogen, Halleluja!!! Aber auch so etwas hat seine positiven Seiten, denn wir haben Evelyn aus Stuttgart kennengelernt und momentan bilden wir einfach echt eine wunderbare 3er Kombi!
Wir reden viel, es gibt so unendlich viel zu erzählen, das ist unglaublich! Da Saskia leider andauernd arbeiten muss (ich hab noch Schonfrist bis Montag) machen Evelyn und ich einfach ganz viel NICHTS zusammen! Wir reden und reden und reden und die Stunden ziehen dahin und eigentlicht haben wir gar nichts geschafft!
Allerdings kann man zu dritt, also mit mehreren Personen, auch gleich ganz anders Einkaufen gehen! Wir haben uns in den letzten paar Tagen 1kg Mehl gekauft, weil wir auch mal was backen wollen, 1kg Salz, weil es einfach günstiger ist als so ein kleiner Streuer (wie utopisch ist das denn bitte? 1 kg Salz kostet 1.78 und son dummer Streuer mehr als 3 Dollar!!! Hallo?!)
Wir haben schon eine Reispfanne, Nudeln mit Hacksoße, Pfannkuchen, Wraps und mein cooles Dessert mit Früchten und Haferflocken gemacht. Alleine wäre so etwas einfach nicht möglich, ich gehe doch nicht los und kaufe mir alleine Mehl, bei dem ich weiß, dass ich es NIEMALS aufbrauchen werde! Außerdem wird alles auch direkt günstiger, denn je mehr man kauft, desto weniger bezahlt man im Endeffekt!
Als alleinstehende Person in Amerika kann man einfach nicht einkaufen gehen, das muss ich mal ganz ehrlich sagen!

Oh und in meinem Tief in dem ich da gesteckt habe, bin ich dann auf die Idee gekommen noch dieses Jahr aus Canada wieder abzuhauen und nach Hause zu gehen. Ich habe mich nach Flügen umgesehen, verglichen und mir eine perfekte Route rausgesucht, und dann, als ich den ganzen Kram schon buchen wollte, ging das nicht so ganz. Eine Nacht später war dieser perfekte Plan schon gar nicht mehr so perfekt und mich haben dermaße Zweifel überkommen ob das alles so richtig ist und ob es auch wirklich das ist, was ich will, dass mir Evelyn einfach auch geraten hat, das Ganze erst mal ruhen zu lassen und in ein paar Tagen oder in einer Woche noch mal zu gucken wie alles aussieht und wo ich stehe!
Also momentan bin ich wieder ganz davon ab jetzt schon nach Hause zu fliegen. Ich hätte hier dann nur noch so um die 6 Wochen, was für mein Zeitgefühl hier mittlerweise eigentlich gar keine Zeit mehr ist und wenn ich dann zu Hause bin, was mache ich denn die 8 Monate, bis ich meine Ausbildung anfange?
Ich vermisse Euch alle doch schon sehr, aber ich habe hier gerade echt super liebe Leute, die mir Halt und Kraft geben, dass ich doch glaube, meine Zeit in Canada ist noch überhaupt nicht um!!!

Was ich dann auch noch berichten möchte: Der Schnee kommt immer näher und näher! Leider konnte ich die Berge nicht von meinem Krankenhausfenster sehen und daher habe ich auch nicht gesehen, wie diese angefangen haben weiß zu werden, aber jetzt kann man es fast jeden Tag ein bisschen mehr sehen! Die Berge werden weiß und die Schneelinie sinkt mit jedem Tag um einige Meter! Daraus müsste man eigentlich eine kleine Dokumentation machen! :D
Schnee bedeutet dann auch, dass ich meinem Wunsch, hier in Canada Skifahren zu lernen immer ein kleines Stückchen näher komme! Wenn da nicht die dumme Sache mit der Kleidung und der Ausrüstung wäre um die man sich doch vielleicht schon mal kümmern sollte! Das Ding ist leider, dass ich (außer ein paar gebrauchte Skischuhe für 15$) einfach noch NICHTS besitze! Keine warme Jacke, keine warmen Schuhe, Hose, Handschuhe... geschweige denn von der Ausrüstung zu reden! Da kommt ja auch schon so einiges zusammen!
Aber das wird alles schon zur rechten Zeit kommen, da glaube ich dran, und das will ich auch! :D

Die allerliebsten Grüße aus dem immer kälter werdenden Canada schicke ich Euch allen nach Hause! <3

05Oktober
2014

Sulphur Mountain erklimmen :D

Am Sonntag habe ich mich auf den Sulphur Mountain gewagt!
Weil ich jemanden kenne, der jemanden kennt konnte ich mit der Gondel for free rauf fahren :) - Allerdings lief da nicht alles glatt (wäre auch zu schön gewesen, ich hätte es wissen müssen).
Ich sollte eigentlich nur an den Front Desk gehen und meinen Namen nennen und dann hätte ich mein Ticket bekommen, aber leider gab es dort kein Ticket mit meinem Namen...
Also musste ich den Typen kontaktieren (ein Glück hatte ich ihm am Abend zuvor bei Facebook hinzugefügt, ansonsten hätte ich ganz schön dumm da gestanden - also noch dümmer als eh schon!). Ich habe ihm also eine Nachricht geschrieben und musste 30 Minuten auf eine Antwort warten, in der Zeit bin ich ganz schön nervös aber auch etwas enttäuscht und sauer geworden, denn das Wetter war perfekt und ich bin da extra hingekommen und auf dem Berg rauf zu fahren.
Als ich dann schon echt schlechte Laune bekommen hatte, habe ich aber endlich einen Nachricht von dem Typen bekommen, der meinte, er ruft unten an und arangiert das für mich! 15 Minuten später hatte ich mein Ticket und war auf dem Weg nach oben!
Das hat meinen Tag gerettet und ich war sooo Glücklich! :)
Die Aussicht da Oben ist der Wahnsinn, ich fange an die Berge echt zu lieben. So was Schönes! Ein Wunder der Natur :)
Die Gondeln, die dich nach oben bringen :)
Banff liegt mir zu Füßen :D On Top and the Sky is the Limit! Perfektes Wetter Luftlinie nach Berlin, soooo weit weg! 7556 km. Whoop

04Oktober
2014

Local in Banff!

Ich habe heute ganz offiziell meinen ersten Job in Banff bekommen.
Seit ich hier angekommen bin, wollte ich in den Liquor Store gehen und mich da bewerben, aber am Mittwoch habe ich mir mit ein paar anderen erst mal ein wenig Banff angeschaut.

Und am Donnerstag war die Managerin dann nicht da. Am Freitag, endlich, war ich da und habe mich beworben und habe auch direkt den Job bekommen. Sie war ganz begeistert, dass ich Kundenservice Erfahrungen und Cash handeling Erfahrung und so habe und auch, dass ich bereit bin die Regale aufzufüllen. Ich habe dann auch direkt den Job bekommen, aber um überhaupt in einem Liquor Store arbeiten zu dürfen muss man einen ProServe Test machen (das sollte so ca. 2 Stunden dauern). Ich habe dann auch direkt angefangen diesen Test zu machen, aber als Erstes muss man da 284 Seiten an Informationen durchgehen und kleine zwischenfragen beantworten und so, ich hat mir fast alles durchgelesen! Erst danach kann man den eigentlichen Test machen (ich kam mir vor wie in der Fahrschule :P).
Aber ich habe ihn bestanden, und weil es so spät geworden ist, musste ich alle meine Informationen heute da vorbei bringen und auch noch unendlich viele Formulare ausfüllen, welche teilweise total verwirrend sind.
So und nun stehe ich im Arbeitsplan für nächste Woche, Montag wird mein erster Arbeitstag sein, aber ich habe gleich die Spätschichten bekommen (17:15 bis 0:15 und am Dienstag 16:15 bis 0:15).

So, zu dem Job fehlt dann jetzt auch noch eine Wohnung, oder zumindest ein Raum, aber das ist hier einfach mal so schwer zu finden. Ich hoffe, dass es trotzdem demnächst mal was gibt und dann krall ich mir das sofort und alles ist gut!
Ich meine im Hostel leben stört mich jetzt nicht so unbedingt (nach der Accommodation in Tofino ist alles toll), aber wenn man in einem 8er Zimmer lebt und zwischendurch mal das Zimmer wechseln muss ist das nicht ganz so cool. Ich bin positv, das wird schon!!!

So und dann muss ich noch einmal berichten, mit was für Leuten ich hier eigentlich in einem Zimmer bin, die eine kommt aus England und sie hat selber gesagt, dass sie sehr schlampig wird, wenn sie betrunken ist (den ersten Tag als ich hier war lag sie nur im Bett und hatte total den Kater), dann ist hier eine Australierin, die in Montreal für ein Semester studiert und nun einen kurzen Trip nach Banff macht. Und dann gibt es noch eine Australierin, ein Wunder, dass sie nicht strohblond ist, so benimmt sie sich zumindest! :P
Hier war ein Mädel aus Belgien und die Australierin dachte, dass Belgien eine Stadt in Deutschland ist (NEIN, Belgien ist ein eigenes Land!)
Naja und dann hat sie sich auch noch um einen Job auf dem Berg beworben, als Lifti, und wollte den auch ganz, ganz unbedingt haben und hat ihn dann letztendlich auch bekommen, aber ihr war nicht bewusst, dass diese Jobs erst mit der Saison starten, sprich Ende November, sie dachte, es geht jetzt schon los (Wie denn bitte? Es liegt ja noch nicht mal Schnee auf den Pisten :P)
Aber der allergrößte Knaller:
Sie weiß so rein GAR NICHTS über Kanada! Sie dachte bis vor Kurzem noch, dass Kanada bloß aus 3 Provinzen besteht. Als ich ihr dann erzählt habe, dass Kanada das 2. größte Land auf der Welt ist, war das eine völlig überraschende und neue Information für sie! (Krass ey)
Da musste ich habe erst mal meinen Reiseführer und die Landkarte herausgeholt und wir haben eine kleine Geografiestunde gemacht. 
Überraschender Weise besteht Kanada aus weitaus mehr als nur 3 Provinzen und die Entfernung hier sind nicht bloß ein paar hundert, sondern ein paar tausend Kilometer!
OG dieses Mädel ist einfach nur stroh doof, ich musste darüber auch noch richtig, richtig doll lachen. Ich meine ist ja okay, dass man nicht alles über ein Land weiß, aber die Basics... Naja das hat meinen Tag ziemlich aufgeheitert und den der anderen Australierin auch. Die hat zu mir gesagt, dass wenn sie so niemals in ein fremdes Land gehen könnte!
Oh man, zumindest hat man hier was zum Lachen :D

02Oktober
2014

Nächster Halt Banff, Alberta. 1128 Kilometer, 4 Tage und so einige Abenteuer!

Freitag (26.09.) war mein letzter Arbeitstag in Tofino und am Samstag bin ich dann mit einem aus meiner Staff Accomm nach Nanaimo gefahren.
Eigentlich war der Plan, dass mein Kumpel aus Victoria am Freitagabend nach Tofino kommt und mich am Samstag aus der Staff Accomm abholt, aber sein Auto ist leider am Donnerstagnachmittag gestorben. Getriebeschaden, da hat wohl einer vergessen nach dem Getriebeöl zu schauen!
Tofino hat mich gelehrt: Gehe NIEMALS ohne eine Packung Nudeln oder ohne irgendwas zu Essen an einen neuen Ort, es kann sein, dass du nicht einkaufen gehen kannst. UND: Mache keine großen, festen Pläne, meistens kommt eh was dazwischen, habe besser einen Plan B und halte dir ALLE Türen offen.
Geburtstag hatte ich ja auch in Tofino, der Tag war ganz nett und ich hatte nette Leute um mich herum! In der Bäckerei von Tofino habe ich mir ein wundervolles Stück Kuchen gegönnt. (Aber die Erdbeertorte konnte es nicht ersetzen)
Rasberry Square, mein Geburtstagskuchen

Am Samstag, auf dem Weg von Tofino nach Nanaimo, stand plötzlich die Polizei auf der Straße und wir mussten anhalten. Shit, sind wir zu schnell gefahren, was ist los???
Der Polizist hat uns bloß angewiesen langsam an der Seite weiterzufahren und dann stand da ein anderer Polizist und wir mussten ganz anhalten. Er stand mitten auf der Straße und hat einfach nur seine Hand hochgehalten, STOP! Was passiert hier? Es sah so aus, als würde er unser Kennzeichen aufschreiben... Dann kam auf der anderen Spur ein Polizeiauto und dahinter kam eine große Gruppe von sehr langsamfahrenden Rennradfahrern. Wegen diesen Radfahrern also der ganze Aufwand. PUH, wir haben nichts falschgemacht, ich hatte echt Angst, dass irgendwas passiert!
Weiter ging die Fahrt und ich durfte mir die ganze Zeit Hans Söllmann anhören, ein bayrischer Musiker (Max ist aus München... ich konnte kaum was verstehen, scheiß Bayrisch!). Das was ich verstanden habe war aber ganz witzig, aber hör mal 1.5 Stunden bayrische Musik. Wuhu :P
In Nanaimo wurde ich dann von meinem Kumpel abgeholt, weil er sich das Auto von der Arbeit leihen konnte, das war echt gut, ansonsten hätte ich in Nanaimo festgessen!
Chemainus ist ein sehr süßer Ort auf dem Weg nach Victoria, da haben wir Haltgemacht und uns die super süße Stadt angeguckt! Chemainus ist bekannt für die viele Wandmalerein!
What's up Buddy?! :D
Mural, voll schön Most Popular Mural
Aber das Allerbeste was ich in Chemainus gesehen habe war der Candy Store! Ich habe mich in diesen Laden soooo verliebt!
SOOOOOO toll!!! kunsper knupser Knäuschen...
In Chemainus habe ich meinen ersten Elchkontakt gehabt :D
Knuddel Moose

Am Sonntag waren wir dann noch in Sooke am Otters Point und das Wetter war so gut! Man konnte die Olympics sehen, das ist schon die USA!
Die Olympics  Glitzer, Glitzer! Yeah, Canada is so beautiful
Abends war ich auch noch mit Karina (ich bin mit ihr und ihrem Kumpel nach Tofino gefahren) im Flying Otter essen. Ein nettes Restaurant im Hafen von Victoria. Victoria bei Nacht ist auch ein sehr schöner Anblick.
Last Night in Victoria, I love it!

Am Montag bin ich gegen 10:15 Uhr in Langford, das ist außerhalb von Victoria, zum Bus gelaufen.
Allerdings musste ich etwas von meinem Gepäck loswerden, weil es einfach zu viel war. Ich hatte meinen dicken, schweren Rucksack, meine Laptoptasche, eine Kühltasche wo mein Wasserfilter und ganz viel anderes drin war und auch noch meine Kameratasche. Keine Ahnung wie das passieren konnte, aber ich habe einfach zu viel Kram angesammelt. Also habe ich mich dazu entschieden einiges meiner Kleidung (kurze Hosen und so) auszusortieren, auch meinen Wasserfilter habe ich in Langford zurückgelassen. Dieses Teil brauchte leider eine eigene Tasche, weil es zu groß ist um es mit in den Rucksack oder so zu tun! Auch Bücher habe ich da gelassen, die sind einfach zu schwer zum Reisen. (Vielleicht sollte ich über ein Kindle nachdenken, dann kann ich 500 Bücher mit mir herumschleppen :D)
Naja auf jeden Fall habe ich es geschafft mein Gepäck auf 2 Taschen zu reduzieren! Trotzdem noch total schwer, aber praktischer zu transportieren!
Ich musste 3 Busse nehmen um überhaupt zur Fähre zu kommen! Das hat auch gute 3 Stunden gedauert. (Und ich habe auf dem Weg interessante Leute kennengelernt und war keinen Moment alleine!) Ich hatte leider auch gar keine Idee wie ich zur Fähre komme, aber man kann immer den Busfahrer und die Leute im Bus fragen, die helfen einem meist sehr gut weiter. Das öffentliche Verkehrssystem in Canada ist etwas kompliziert zu verstehen und total bescheuert gemacht! Am besten ist auch noch, dass die Bushaltestellen keine Namen haben, da steht dann einfach nur "Bus Stop" und auch nicht mal welcher Bus dort fährt, von einem Busfahrplan mal ganz abgesehen. Und selbst wenn man weiß, wie die Haltestelle heißt an der man raus muss, bringt das einen auch nicht großartig weiter, denn es gibt keine Anzeige und angesagt werden die sowieso nicht. Wozu auch :P
Die Leute haben mir auch jeden Fall so gut geholfen, dass ich immer im richtigen Bus saß und auch zur Fähre gekommen bin.
Auf der Fähre habe ich einen Neuseeländer getroffen, der mir erzählt hat, dass er nachts mit dem Greyhound nach Banff fährt. Was für ein Zufall. Die Worte zum Abschied waren also: "See ya in a few days!"
Bis nach Vancouver Downtown musste ich noch einen Bus und den Skytrain nehmen. Da war ich die ganze Zeit mir 2 Mädels, die eine wollte am nächsten Tag nach Toronto und die andere nach Australien fliegen.
Geschalfen habe ich in Vancouver in der alten Wohnung, wo ich ganz zu Anfang gewohnt habe. Hostels waren irgendwie einfach super teuer, und so spart man auch noch Geld!
Mit Kevin war ich im Warehouse essen, es war All You Can Eat Pasta Monday. Er hat mich eingeladen, nachträglich zum Geburtstag, voll lieb. Danke!!!!
Kevin kannte "Fack ju Göhte" nicht, also haben wir den Film geguckt und ich kann immer noch über alles lachen!!! Ich liebe diesen Film so :D
Aber da ich ja nur eine Nacht in Vancouver war musste ja auch unbedingt noch was passieren!!! Plötzlich kommen Schreie vom Parkplatz hinter dem Haus! Aus dem Fenster konnte man nur jemaden am Boden liegen sehen und jemanden, der darüber gebeugt war und einen Baseballschläger in der Hand hatte. Sie schrie die ganze Zeit "Stop hitting me, stop hitting at me!" Oh das war echt creepy! Wir sind dann alle raus zur Hintertür und haben von da geguckt. Der Typ hat ihr mit dem Baseballschläger auf die Flüße geschlagen, als sie aufstehen wollte und dann hatte er auch noch Handschellen am Sart und hat sie ihr umgemacht! Sie lag am Boden und hat immer noch geschrien und er hat sie auch angebrüllt. Natürlich haben wir die Polizei angerufen, aber bis die da war, sind ein paar Minuten vergangen, was sich angefühlt hat wie eine kleine Ewigkeit!
Die Polizei kam dann endlich und hat den Mann von der Frau runtergeholt und die Frau festgenommen. Sie ist wohl eine obdachlose gewesen, und ist in das Haus eingebrochen und der Typ hat sie dabei erwischt! OMG, Vancouver ist fucking crazy!!! Gut, dass ich nur eine Nacht da war, aber so ganz wohl war mir danach auch nicht mehr so...
Dienstagmorgen bin ich dann rechzeitig abgehauen und habe mir ein Frühstück bei Tim Hortons gegönnt! Auch da habe ich wieder nette (und deutsche) Leute getroffen.
Dann musste ich mich auch beeilen um noch rechzeitig zur Bridgeport Station zu kommen, denn da hat eine 32 jährige Frau auf mich gewartet, mit der ich nach Banff gefahren bin! Leider komme ich mit dem dummen Skytrain nicht so ganz klar und stand erst mal 10 Minuten am falschen Gleis, und zum richtigen habe ich es leider erst nach 100 Mal nachfragen geschafft. So kam ich 30 Minuten zu spät am vereinbarten Treffpunkt an, es tat mir echt leid!!!
Um halb 11 waren wir also auf dem Weg nach Banff! Wir haben nur ein ganz paar Stops gemacht, den ersten in Kamloops, um zu tanken, aufs Klo zu gehen und Lunch zu haben. Sie hatte Sushi dabei und hat mir davon was abgegeben. Das war so lecker!
Die nächsten 3-4 Stops waren jeweils nur ganz kurz, kleine Tank- und Pinkelpausen!
Als wir dann nach Lake Louise gekommen sind (da meinte sie vorher schon, dass wir wahrscheinlich Elks (Rothirsche) sehen werden) habe ich auch gleich im 3 am Straßenrand gesehen. Ich habe ganz erschrocken Luft geholt und einer der Elks war gerade im Begriff auf die Straße zu rennen. ZUM GLÜCK ist er vor den Lichtern des Autos zurückgewichen und nichts ist passiert! Sie war ganz geschockt und meinte, dass die normalerweise in die Lichter rein rennen, wir total Glück gehabt haben und es ansonsten einen Totalschaden gegeben hätte! Ja also da habe ich dann meine ersten Elks gesehen :P
Im Hostel angekommen, habe ich dann gleich einen Deutschen (Marvin) getroffen und wir sind im Dunkeln noch ein wenig durch Banff gelaufen, aber ich konnte nicht wirklich viel sehen.
Vollkommen müde bin ich dann ins Bett gefallen! Ich bin in einem 8er Mädelszimmer und darf diesmal sogar unten schlafen. YES!
Außerdem haben wir ein Klo und ne Dusche in unserem Raum! Und alles sieht ganz ok sauber aus. Auch einfach unglaublich viel besser als in Tofino. Tofino hat meine Ansprücke einfach sinken, bzw. verschwinden lassen. Hahah.
Heute habe ich mir Banff mal im Hellen angesehen. Und ich muss sagen, es gefällt mir hier recht gut! Das Städchen ist klein und süß, aber nicht zu klein und die Natur beginnt direkt neben der Stadt!
YWCA Hostel (Da wohne ich jetzt erst mal) Banff
Hier fließt ein Fluss, mit einem Wasserfall und das Wasser ist einfach so unglaublich türkies!!! Einfach nur WOW!
Rundle Mountain Brücke und Berge, sooo schön! Ich und der Wasserfall Leute haben Steinstühle gebaut, die sind sogar ganz bequem :D Schön und Türkies!!!
Banff ist echt ganz schön, ich mag es hier echt! :)

21Sept
2014

Tofino, Abenteuer über Abenteuer und 2 Monate Canada

So Leute, jetzt bin ich ich seit Freitagabend, den 12.09., in Tofino.
Hier her bin ich mit zwei netten Deutschen gekommen, die sich für das Wochenende ein Auto gemietet haben, um Tofino ein wenig unsicher zu machen. Das war echt super nett mit denen, schade, dass sie schon wieder zurück sind!
Auf dem Weg hier her haben wir ein paar Mal angehalten. Vor allem in Nanaimo, wo wir ein wenig herumgelaufen sind und uns den Hafen angesehen haben und einen Happen gegessen haben, wir waren alle echt hunrig.
Fish and Chips in Nanaimo Nanaimo
Wir haben auch noch beim Cameron Lake angehalten, es sah echt super schön dort aus und das Wasser war so spiegelglatt und klar!
Cameron Lake auf dem Weg nach Tofino
Und dann haben wir auch noch hier angehalten:
Steinlandschaft
Hier hat es schon seit längerem nicht mehr richtig geregnet, wie muss denn das bei viel höherem Wasserstand aussehen? Vielleicht komme ich da ja noch mal mit mehr Wasser dran vorbei.
Der ganze Weg hat von 10 bis 17 Uhr gedauert, aber wir haben ja auch öfter mal angehalten und uns auch sehr nett unterhalten. Außerdem ist 80km/h auch die durchschnittlich erlaubte Geschwindigkeit, da braucht man eben auch schon mal etwas länger. Aber wir sind sogar auf einem Highway gefahren, wo 120km/h erlaubt waren. Das erste Mal, dass ich so eine hohe Geschwindigkeitsbegrenzung hier gesehen habe! Ganz schön schnell! ;)

Als ich dann hier in dem Resort angekommen bin, bin ich erst mal zum Front Desk, die konnten mit mir aber leider wenig anfangen und mussten erst mal herausfinden, was sie mit mir machen sollen. Nach ein paar Anrufen haben sie mich ganz ans andere Ende geschickt. Dort habe ich schon von außen das Staff Housing gesehen und dachte nur so OH NEIN! Empfangen hat mich ein Typ, ich glaube sein Name ist Matty (bin mir da aber echt nicht sicher).
Er hat mich dann zu meinem Zimmer gebracht, als ich den Flur betreten habe, war ich erst mal ein wenig geschockt! Es ist nicht gerade sauber, alle Türen sind beschmiert und es sieht einfach nur ranzig aus. OG wo bin ich hier gelandet?
Im Zimmer angekommen lege ich erst mal meine Sachen ab und begutachte das Etagenbett. Das ganze Teil ist nicht gerade stabil und ich "darf" oben schlafen. (Wenn sich einer bewegt, bekommt der andere das auch mit und es schaukelt ein wenig. Gut, dass ich hier noch nicht seekrank geworden bin :P) Immerhin bricht das Ding nicht zusammen! Im Gegensatz zu meinem Kommodenanteil, da fehlt nämlich eine Schublade und die anderen beiden sind auch nur so mehr oder weniger intakt, aber hey, ich habe sowieso nicht so viele Sachen, was brauche ich schon drei Schubladen.
Was ich erst bemerkt habe, als ich hier war, dass ich vollkommen vergessen hatte einkaufen zu gehen! Scheiße, da stand ich also erst mal, komplett ohne etwas zu essen und mit leerem Magen! Tofino (ich bin mal wieder ein wenig außerhalb gelandet, wie ich das ja schon kennen sollte) ist doch ein Stückchen weg, so 10-15 Minuten mit dem Auto. Aber zum Glück habe ich gleich einen getroffen, der ein Auto hat und auch noch nach Tofino musste an dem Abend.
Dort sind wir einkaufen gegangen und danach haben wir im Restaurant alle seine Freunde getroffen (er ist nämlich schon seit ein paar Wochen hier und musste die letzten 3 oder 4 Wochen im Auto schlafen, weil er einfach keinen Raum gefunden hat! Und nachts werden es schon mal so unter 10 Grad). Die waren eigentlich auch alle deutsch und super nett :)

Samstag hatte ich auch schon meinen ersten Abeitstag! Das erste, war, dass sie wissen wollten wo denn meine schwarze Hose sei. Ja, die hatte ich leider nicht, denn niemand hatte mir gesagt, dass ich eine brauche. Daher mussten sie mich wohl oder übel den ersten Tag in Jeans arbeiten lassen. Nett, ich hatte sogar noch gefragt, ob ich Kleidung zum arbeiten bräuchte.
Mir wurde gezeigt, wie sie hier die Betten machen, wie sie die Badezimmer putzen und auch alles weitere. Nicht allzu kompliziert, aber Betten machen ist schon ein anderer Schnack. Die sind einfach mal riesig und dann haben sie 3 verschiedene Laken, eins um die Matratze, eins unter der Decke, eins über der Decke und alles muss perfekt ohne Falten sein (Das wird mein neues Arm-Work-out).
Nachdem ich jetzt hier vier Tage gearbeitet habe (man kommt relativ schnell rein, denn ALLES sieht gleich aus, manchmal etwas verwirrend, weil man denkt, man hat das doch schon gemacht, aber es ist noch nicht gemacht) habe ich meine ersten 2 freien Tage!
Das positive an dem Job hier, ist dass man Local ist,  und daher auch die meisten der Touren (Whale watching, Bear watching, Kanutouren und alles Mögliche) for free mit machen kann!

Am Mittwoch habe ich mich dann für das Marine Adventure von der Lodge hier eintragen lassen und habe auch einen Platz bekommen (natürlich kann man nur mit, wenn das Boot nicht komplett ausgebucht ist, denn die zahlenden Gäste gehen vor).
Wir sind hier um ganz viele kleine Inseln herumgefahren (Atemberaubende Natur! Sooo schön!) und haben Seeotter, Seehunde und Wale gesehen!
Seehunde Seeotter
Die Wale haben wir eine gute Zeit lang verfolgt und als er dann nach ca 2 Stunden meinte, wir würden noch diesen einen langen Tauchgang abwarten und gucken wo sie wieder hochkommen, hat sich das auch echt gelohnt, die sind direkt auf unser Boot zugeschwommen, vor uns aufgetaucht und an uns vorbei geschwommen. Nur ein paar Meter von uns entfernt. Ein gelungener Abschluss dieser Adventure Tour! 
Wale kommen auf uns zu :) Wale ganz nah Sogar sein Gesicht zeigt er uns :D So dicht an uns vorbei!
Es war eine ganze Familie, mit einem oder 2 kleinen Walen, der eine kleine hat sogar einen Sprung gemacht, das sah total cool und süß aus! (In solchen Momenten ist man einfach nicht in der Lage ein Foto zu machen)

Donnerstag habe ich auch wieder einen Platz in einer Bear Watching Tour bekommen! Also bin ich an dem Tag Bären gucken gegangen! Und es war echt aufregend! Als wir mit dem Boot dort im Wasser lagen und gewartet haben, bis ein Bär aus dem Wald kommt! Spannender Moment. Und dann habe ich zum ersten Mal einen wilden Bären gesehen!!!
Diese Natur Tofino ist so unglaublich So gut wie keine Wolken :P Bär Bär Bär!!! Auf der Suche nach Essbarem
Später hatten wir auch noch das Glück Wölfe zu sehen!
Wolf!
Und ganz viele Adler haben wir gesehen.

Nach meinem ereignisreichen "Wochenende" will man natürlich nichts lieber als wieder zu arbeiten! Die Tage hier werden aber kürzer, denn die meisten Leute haben keinen Urlaub mehr.
Allerdings habe ich denen diesen Samstag erzählt, dass ich hier nächste Woche Samstag weggehen werde. Also ich habe quasi gekündigt. Als Hauptgrund habe ich ihnen die ranzige und dreckige Staff Accommodation genannt und sie haben gleich versucht mir Alternativen anzubieten (ist zwar ganz nett, aber trotzdem möchte ich nicht bleiben).
Außerdem ist Tofino echt ein ganz süßer Ort, aber irgendwie halt eher zum Ferien machen. Und soooo toll, dass ich unbedingt bleiben möchte, finde ich Tofino nun auch wieder nicht. Wenn man mal was "größeres" braucht, außer ein paar Lebensmitteln, muss man nach Port Alberni fahren (ohne Auto für mich unmöglich) und das dauert so 1.5-2 Stunden.
In Victoria werde ich dann meine nächsten Pläne schmieden und wahrscheinlich aufs Festland zurückkehren.

Nun bin ich schon 2 Monate hier, ich kann das gar nicht glauben. Es fühlt sich nicht so an! Ich vermisse Euch und sende Euch die allerliebsten Grüße nach Hause! <3

 

11Sept
2014

Die letzte Woche bevor es nach Tofino geht

Am Samstag habe ich mir dann auch endlich noch mal die Homepage zu „meinem Resort“ angeguckt und war ein bisschen überrascht, dass es das „bessere“ Resort war, bei dem stand ich soll einen Coverletter, Lebenslauf und Referenzen hinschicken. Ich habe meine Mail da einfach auf gut Glück hingesendet und wow, ich hatte Glück! (Für alle die es interessiert wo ich lande: http://www.longbeachlodgeresort.com/)
Abends bin ich dann noch ein ganz kleines Bisschen am Gold Stream Wandern gewesen und habe keine großen Erwartungen gehabt. Aber ich habe einen echt tollen Wasserfall gesehen, der war auch voll hoch und alles, aber weil es hier einfach kaum geregnet hat ist das nur ein kleiner Wasserfall gewesen.
Wasserfall :)

Sonntag durfte ich dann ein wenig ausschlafen und um 10:30 ging es dann los. ALLE 5 Räume mussten komplett neu gemacht werden. Ein Haufen Arbeit, aber zum Glück war Barb noch da, die hat dann die Badezimmer alle gemacht und ich habe die Betten und alles andere gemacht. Daher ging es dann auch ganz flott, sodass ich nachmittags frei hatte und mich mit einem Freund treffen konnte. Wir sind Angeln gegangen. Sowas beklopptes. Das war so unendlich langweilig, dass wir nach einer Stunde wieder gegangen sind und ein wenig herumgefahren sind und zu schönen Aussichtspunkten sind.
Angeln, laaaangweilig Gaaaaanz weit Hinten kann man den Mount Baker sehen

Seit letzter Woche Mittwoch habe ich mir sehnlichst gewünscht, dass Alan oder Elaine mich wieder mit zu Costco nehmen, damit ich diese Kamera kaufen kann. Ich habe darüber jetzt doch schon länger nachgedacht und mich tatsächlich dazu entschieden diese zu kaufen!!!
Am Montag war es dann auch endlich so weit!!!
Aber bevor wir zu Costco gefahren sind, hat Alan sein Versprechen eingelöst und hat mich mit zum Reiten genommen!!! Oh das war echt toll! Wir haben einen Ausritt gemacht, die Leute hier gehen ja nicht einfach nur ausreiten, sondern Horse Back Riding! Angefangen hat alles wie ein ganz normaler Ausritt, wie ich das von Zuhause halt auch schon kannte, und nach einer Stunde fragte Alan, wie ich mich fühlen würde. (Nach den ersten 30 Sekunden auf dem Pferd hat er mich gefragt ob ich es unter Kontrolle hätte und als ich dann meinte, ja ne, ich fühle mich noch nicht so, als hätte ich die volle Kontrolle hat er sofort gesagt, dass wir umdrehen müssen, wenn ich das nicht kann und alles. Ja toll nach den ersten paar Schritten… Also ich persönlich musste das erst mal etwas auschecken, das Tier etwas kennenlernen und mich dran gewöhnen, ist ja doch schon einige Zeit her, als ich das letzte Mal im Sattel saß!) Ich meinte dann also, dass ich mich super gut und auch sicher fühlen würde (war ja auch schon einen Stunde auf dem Pferd, ich hatte mich dran gewöhnt und alles war supi dupi!). Also sind wir noch woanders langgelaufen! Da ging es erst mal voll durchs Gebüsch und ich wurde von Dornen attackiert! Dann durch den Wald und dann staden wir am Fuß eines doch recht steilen Bergleins. Da mussten wir natürlich hoch! OMG, dachte ich dann, aber die Tiere machen das ja schließlich andauernd und das alles war gar kein Problem! Noch höher und höher, und dann waren wir oben angekommen… Dieser Ausblick, wow, das ist kaum zu beschreiben, es hat sich einfach unglaublich toll angefühlt dort oben auf dem Berg zu stehen und auf dem Rücken eines Pferdes zu sitzen und zu gucken!
  PaloWOW
Das was man hoch läuft muss man ja auch wieder runter laufen. Und da ich ein ganz kleines bisschen Höhenangst habe, hatte ich auch etwas Muffensausen! Aber Palo (mein Pferdchen) hat sich den besten Weg dort runter gesucht und alles war super!
Dann sind wir noch weiter durch die Gegend geritten (alles schön gemütlich im Schritt) und ich konnte die wundervolle Landschaft genießen.

Nach guten 3.5 oder 4 Stunden sind wir dann wieder am Stall angekommen und ich konnte nicht mehr!!! Alles tat mir weh, besonders mein Allerwertester! Da merkt man doch schon, dass man alt geworden ist.
Nach diesem sehr langen und auch aufregenden Ritt haben wir erst mal eine Stärkung bei Subway zu uns genommen und dann auf in Richtung Costco. Allerdings haben wir noch bei zwei Farmen halt gemacht, bei denen Alan was abgeholt hat.
Endlich bei Costco angekommen! Ich schnappe mir also sofort die Kamera und alles ist gut, puh! Dann laufen wir noch ein wenig durch den Laden und man könnte echt viel kaufen dort, das ist schlimm. Selbst Alan meinte: „Aus diesem Laden kann man einfach nicht rausgehen ohne was zu kaufen!“, und hatte ein paar neue Boots unter dem Arm :P
Ich habe auch noch eine sehr nützliche und warme Fleecejacke gekauft, die hat nur 20$ gekostet und ist kuschelig und weich! In Tofino werde ich sowas wohl gut gebrauchen können, da es an der Westküste doch deutlich kühler ist als hier!
 Erstes Foto mit der neuen Kamera! Der Mond!
Am Abend habe ich auch noch Franzbrötchen gebacken (so vieles an nur einem Tag) und die sind mir auch ganz gut gelungen, nur dass sie ein ganz bisschen zu lange im Ofen waren und etwas trockener als beabsichtigt geworden sind. Aber die haben super gut geschmeckt, ich musste ja sofort probieren (Henrike, du hast mir gefehlt beim Backen, du bist doch meine Franzbrötchenpartnerin!) Aber ich verbreite diese wundervolle hamburgische Gebäck jetzt einfach mal in der Welt :D
Elaine war allerdings etwas skeptisch… Sie sahen eben nicht so perfekt aus, und alles was nicht perfekt aussieht ist auch schon mal nicht mehr richtig gut.
  Fraaaanzbrötchen
Naja, den Gästen beim Frühstück haben die Franzbrötchen sehr, sehr gut geschmeckt, alle Teller waren leer!

Eine sehr nette Information an dem Tag war auch noch, dass am Donnerstag zwei neue Helfer auf die Farm kommen, die Alan dann in Victoria abholen würde und mich würde er dann gerne mit nach Victoria nehmen und da absetzen. Weil ich mir nicht ganz sicher war ob ich ihn auch richtig verstanden habe, habe ich dann noch gefragt, ob ich dann die Nacht von Donnerstag auf Freitag in Victoria im Hostel schlafen soll. Ja, genau das war der Plan. Na viele lieben Dank auch. Die bekommen neue Leute und wollen mich dann loswerden, oder wie darf ich das verstehen?!
Dann habe ich gleich mal dem Freund aus Langford geschrieben, ob ich dann nicht die Nacht bei ihm auf dem Sofa schlafen kann, alles kein Problem!
Eigentlich waren Alan und Elaine richtig nett zu mir in den letzten Tagen, und dann kommen sie mit so was. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau was ich davon halten soll, aber zum Glück bin ich ja auch schon am Freitag in Tofino!
Ich habe mich dann doch dazu entschieden am Mittwochabend aus dem B&B wegzugehen, also ich denen das erzählt habe meinten sie, dass das ja gut sei, denn die neuen Helfer würden ja auch schon am Mittwoch kommen. Im Ernst?! Naja, da hatte ich ja zumindest die richtige Intension und zwei Tage auf ner Couch zu schlafen kann ich dann auch überleben.
Der Kumpel aus Langford hat mich dann am Mittwochabend aus Malahat abgeholt und wir haben zum Abendessen was gekocht.
Ganz besonders an der Farm werde ich natürlich das Donnerhaus vermisse, das Gute, das ich so unglaublich gerne benutzt habe!
Donnerhaus konnte mich nur schwer von dem Scheißhaus trennen
Und natürlich auch, die Hühner in aller Hergottsfrühe herauszulassen und sie abends wieder einzusperren! – NICHT! ;)

Am Donnerstag ging es dann wandern! Zum Mystic Beach!
Leider sind wir erst mal viel zu weit gefahren und waren dann schon kurz vor Port Renfrew, ups!
Aber wir haben auch noch schöne Ausblicke gehabt auf dem Weg!
Die Berge sind schon die USA
Als wir dann endlich am Trail angekommen waren, sind wir durch einen Zauberwald gelaufen! Und über eine Hängebrücke und dann irgendwann am Strand rausgekommen, das war echt super schön dort! Und der Weg hat auch jeweils nur ca 45 Minuten gedauert, also nicht zu lange. ;)
Aber da es schon sehr lange nicht mehr geregnet hat, war gar kein Moos auf dem Boden, denn sonst soll sich das anfühlen, als würde man auf Wolken laufen. :)
2 km bis zum Mystic Beach Zauberwald So unglaublich viele Wurzeln Suspension Bridge Zauberwald Mystic Beach Mystic Beach Beach Ich am Mystic Beach Baum mit Seegras Ich auf der Hängebrücke

06Sept
2014

Jede Woche verlangt ein Highlight - diese steckt voller kleinerer

So noch ein kurzer Bericht zu letzter Woche, natürlich habe ich nicht nur Whale Watching gemacht.
Wir hatten auch Besuch, die Nichte (Taylor) von Elaine war hier für 4 oder 5 Tage. Das Mädel ist 10 Jahre alt, super aufgeschlossen, hilfsbereit und clever. Sie sollte als erstes nur für eine Übernachtung bleiben, aber Elaine ihr angeboten noch länger zu bleiben. Das Angebot hat sie dankend angenommen und auch (mehr oder weniger) kräftig mit angepackt!
Sie hat mitgeholfen Frühstück zu servieren, die Zimmer zu putzen, Betten abzuziehen und auch gestaubsaugt hat sie. Und weil sie ja erst 10 ist, hat sie die Arbeit nicht immer ernst genommen (was auch gut so ist) und Quatsch gemacht. Das hat die doch recht angespannte Stimmung hier super aufgelockert und ich war froh über ihre Anwesenheit.
Zwischendurch war es hier echt nicht ganz einfach für mich und ich habe darüber nachgedacht ob es nicht besser wäre die Sachen zu packen und einfach zu gehen, aber wohin? Weil ich nichts besseres wusste bin ich hiergeblieben, obwohl der Umgangston nicht unbedingt der netteste war und für jeden kleinen Fehler gab es immer so richtig einen auf den Deckel. Da ich keinen großen Streit vom Zaun brechen wollte, habe ich dazu einfach so wenig wie möglich gesagt, was aber echt frustrierend war. Aber als Taylor kam hatte sich das etwas geändert! Zum Glück!
Zwischendurch wurde es dann noch mal wieder busy und etwas stressig, aber nun ist es hier viel entspannter, man hat mehr Spaß an der Sache und es wird gescherzt und gelacht!

Am Sonntag hatte ich noch einen freien Tag. Da bin ich zusammen mit jemanden, den ich hier kennengelernt habe, zusammen durch Victoria gefahren (er hat ein Auto!) und zum Robbenfüttern! Das war echt witzig, denn man kauft eine kleine Tüte tiefgefrorener Fische und die kann man dann an die Robben verfüttern!
Die Robben machen dann kleine Kunststückchen um Fisch zu bekommen, vor allem klatschen sie mit ihren Flossen, was einfach mal mega witzig aussieht!
Robben füttern klatsch, klatsch, klatsch von der Kante herunter geholt Verhungern tun die Robben dort im Haufen auf gar keinen Fall, sie sind eine echte Attraktion

Am Montagabend kam dann das Grauen! Von diesem hatte Elaine mir am Wochenende schon kurz erzählt. Montagabend kam ein Australier hier her, der mit Alan zusammen unten in der Scheune arbeiten sollte.
Natürlich habe ich mich so richtig darüber gefreut mein Zimmerchen, dessen Badezimmerwände aus Vorhängen bestehen, mit einem wildfremden Typen zu teilen! Das einzig Positive war, zu hoffen, dass er wenigstens nette Gesellschaft abgeben würde.
Der besagte Australier kam am Montagabend an, nachdem Alan ihn aus Duncan abgeholt hat. Dort hat Alan auch die Frau von dem Typen getroffen (der ist ca. Mitte 20 und seine Frau ist doppelt so alt wie er, sie könnte seine Mutter sein!!! Und so benimmt sie sich anscheinend auch.)
Da ich in dem Bett schlafe, musste er mit dem Ersatzbett vorlieb nehmen und war nicht gerade begeistert davon. Das Ding ist so was wie ein Sessel, dessen Rückenlehne man nach hinten umklappen kann und damit es eine Liegefläche bietet.
Er war bestimmt 2 Stunden unten in der Scheune um sich einzurichten oder was auch immer zu machen. Danach ist zu uns gekommen, wir saßen mit einem gemütlichen Bierchen (JAA, auch ich!) beisammen. Er setzt sich hin und das Erste was er macht: er holt eine Flasche Vodka aus seinem Rucksack! Die Flasche war schon fast leer und er hat den Vodka warm und pur getrunken. Halleluja, wie eckelhaft. Wer weiß wie viel er den Tag schon getrunken hat…
Er hat sich aber auch mit uns unterhalten und schien ganz ok zu sein (mal abgesehen davon, dass man am ersten Abend mit neuen Leuten normalerweise nicht gleich die Harten Sachen rausholt und alleine trinkt).
Nach dem Essen, wir essen hier immer relativ spät, halb 9/ 9, habe ich dann gesagt, dass ich runter gehe und müde bin. Kurze Zeit später kam auch der Australier in die Scheune (seinen Namen habe ich schon wieder vergessen :P). Ich hatte mich zum Glück schon umgezogen und bin ins Bettchen gehüpft.
Wir haben uns ein wenig unterhalten und ich habe erfahren, dass er seit 2 Jahren jetzt nicht mehr zu Hause war und liebt das Reisen und Canada angeblich liebt. Dafür hatte er aber gar keine Ahnung wo er sich befindet und was die nächst größere Stadt hier ist.
Außerdem hat er dann mich gefragt, was er am nächsten Tag dann arbeiten wird, ich habe ihm dann versucht zu erklären, dass ich das nicht weiß, weil ich nie zusammen mit Alan gearbeitet habe, sondern immer nur im B&B und eben nicht auf der Farm, aber es schien mir, dass er das nicht so ganz verstanden hat, was ich mache.
Wie dem auch sei, ich war müde und bin dann eingeschlafen.
Am nächsten Morgen wache ich pünktlich um 6:30 Uhr auf und ziehe mir was über um die dummen Hühner raus zulassen (wie jeden Morgen!). Als ich wiedergekommen bin fragt er mich wo ich denn war und als ich ihm erzählt habe, dass ich die Hühner raus gelassen habe hat er mich gefragt warum und ich habe geantwortet, damit sie raus können und draußen rumlaufen können?! Und dann meinte er was von wegen, dass die ja immer freilaufen. Keine Ahnung, was er damit sagen wollte aber okay...
Da ich erst um 10 anfangen sollte zu arbeiten, habe ich mich zurück in mein Bettchen gelegt (was kuschelig warm war, da ich eine richtige Decke von Elaine bekommen habe. Die Nächte davor habe ich mächtig gefroren!).
Schlafen war allerdings nicht! Der Australier hatte beschlossen aufzustehen und die ganze Zeit hin und her zu laufen! Irgendwas von einer Tasche in die andere zu packen, sich anzuziehen, den Kühlschrank zu inspizieren und sich wieder umzuziehen. D ann hat er wohl festgestellt, dass es nicht wirklich viel zu essen gibt (es war schon 7:15 um 8 sollte er anfangen zu arbeiten). Ich meinte, er könne hoch gehen und Elaine fragen ob sie was hat, weil sie schon in der Küche stehen würde um Frühstück für die Gäste zu machen. Er hat sich abermals entschieden sich umzuziehen, die Küchenschränke durchforstet, gefühlt alles auszuräumen und neu zu sortieren.
Dann hat er geduscht. Wozu denn das ganze Umgeziehe, wenn er doch eh duschen gehen wollte???
Als er dann gegen 20 nach 8 endlich raus gegangen ist, meinte er noch zu mir: „You can join me“. Ich habe gefragt: „Join what???“, weil ich keine Ahnung hatte was er von mir wollte,  ich saß noch im Schlafanzug im Bett!!!
Er war endlich weg und ich wollte die Chance nutzten um zu duschen. Also die Tür zugesperrt (man kann ja nie wissen) und mich fertig gemacht zum Duschen, da habe ich gemerkt, dass er MEIN Handtuch und wahrscheinlich auch MEIN Shampoo benutzt hat. So musste ich mir erst mal ein neues Handtuch suchen. Ich war drauf und dran unter die Dusche zu gehen, als es wie wild an der Tür klopft. Da stand der Australier dann mit einer Tüte voller Essen und meinte: „Ich dachte, dass du duschen würdest“ Tzzzz, genau das hatte ich ja auch vor, Idiot. Dann hat er die Tasche hochgehalten und gemeint, dass Elaine ihm das gegeben hat, dazu habe ich ihn dann beglückwünscht und musste in der Anwesenheit des Australiers duschen gehen. Das war nicht witzig! Er bereitet sich da sein Frühstück zu und nur ein Vorhang trennt die "Räume". Aber ich habe es überlebt!
Als ich dann gegen 9:30 Uhr hochgegangen bin hat mir Elaine erzählt, dass der Typ zu ihr in die Küche gekommen ist, sich hingesetzt hat, sein Handy rausgeholt hat und meinte, dass es unten nichts zu essen gäbe. (Er war schon ne halbe Stunde zu spät dran, er sollte eigentlich um 8 anfangen zu arbeiten, aber das hat ihn anscheinend nicht interessiert). Elaine hat dann die Tasche mit dem Essen gepackt und sie ihm gegeben. Und auch noch einen Kaffee. Er wollte anscheinend aber nicht wieder nach unten gehen und Elaine musste ihn fast aus der Küche scheuchen, weil er es nicht gecheckt hat, dass er sich sein Frühstück unten selber machen muss.
Um 10 (2 Stunden zu spät) kam er dann endlich und Elaine hat ihm gezeigt was er machen soll. Die Terasse fegen, das sollte ja machbar sein, nicht für ihn. Er hat offenbar nicht ganz verstanden was er tun soll und nichts gemacht.
Weil er sich schon die ganze Zeit so mega merkwürdig verhalten hat, ist Elaine dann raus und hat gefragt was los ist und was er vorher so gemacht hat. Er konnte ihr nicht erzählen wo er vorher war oder was er vorher gemacht hat "Keine Ahnung" war die Antwort.
Kurze Zeit später ist sie wieder raus und hat noch mal versucht mit ihm zu reden, aber er hat nicht verstanden was sie wollte. Als sie zum dritten mal raus ist hat sie ihn gefragt ob er nach Tofino will, ein Freund von ihr würde den Tag von Victoria nach Tofino fahren und könnte ihn mitnehmen. Aber er hat ja gar keine Ahnung wo oder was Tofino überhaupt ist.
Er hat dann immer noch nicht wieder das gemacht, was Elaine ihm aufgetragen hat und sie hat dann mit Alan gesprochen, der meinte dann, dass er dem Australier nicht vertrauen würde und auch ihm auch nicht die Tiere anvertrauen will. Damit war klar: Er muss gehen!
Wieder raus, diesmal sollte er runter und alle seine Sachen zusammenpacken! Fand er nicht so klasse und musste erst mal seine Frau anrufen.
Seine Frau ist übrigens ohne ihn nach Kalifornien gefahren und hat ihm die Unterkunft auf der Farm organisiert, weil er unbedingt in Canada bleiben wollte! Bevor er her kam, wollte seine Frau auch unbedingt, dass sie beide aus Duncan abgeholt werden, sie dann die Farm sehen kann und dann wieder nach Duncan ODER nach Victoria gebracht werden müsste! (Ja genau!!!!) Das war schon ziemlich komisch. Und warum sollte er nicht mir ihr mit nach Kalifornien gehen? Total bescheuert.
Naja auf jeden Fall hatte Elaine dann einen Emailwechsel mit ihr und anscheinend war ihr bewusst, dass es Probleme geben könnte, denn sie meinte auch, dass er jemanden braucht, der ihn beaufsichtigt und sagt was er machen soll (gut, dass die hier Hilfe wollen um weniger Arbeit zu haben und stattdessen Babysitting machen sollen). Sie hat dann Elaine angewiesen den Australier nach Victoria ins Hostel zu bringen.
Da wir allerdings hier noch einiges zu tun hatten, saß er ein paar Stunden rum, bevor es losgegangen ist.
Als Elaine dann fragte ob er alle seine Sachen hat, hat er sich seinen kleinen Rucksack genommen und meinte JAA. Ich hatte mich schon gewundert, ob er verstanden hat, dass er jetzt rausgeschmissen wird. Und Nein, das hatte er nicht. Denn am Auto fragte Elaine, ob das wirklich alle seine Sachen wären und er daraufhin meinte, ne die muss er erst zusammenpacken und holen! (Er hatte ja nicht schon vorher Zeit dazu, Elaine war natürlich begeistert, aber hat auch nicht eingesehen, ihm in irgendeiner Art und Weise dabei zu helfen).
Und dann war er endlich weg! Zum Glück! Er hat sich einfach soooo merkwürdig verhalten und nie verstanden was man gemeint hat, am Anfang dachte ich, dass er mich nicht gut verstehen kann, weil mein Englisch zu schlecht ist, aber mit Elaine und Barb kann ich mich auch super unterhalten und die wissen was ich meine. Es kam mir so vor, als wäre er kein Muttersprachler und hätte die Sprache er vor Kurzem erlernt, aber er kommt aus Australien!!!!
Ach keine Ahnung, ich hoffe, dass ich nicht wieder solch seltsame Menschen treffen muss, geschweige denn mir mit ihnen ein Zimmer zu teilen!

AAAABER, die Geschichte hat noch kein Ende! Als ich am Dienstagabend gegen halb 10 endlich in meine Koje kriechen wollte ging das nicht so wie geplant.
Ich kam in die Scheune und nur eine Katze kommt auf mich zugerannt, seltsam. Dann die geschlossene Tür, nein bitte, nicht die Katzen eingesperrt in der Suite. Leider doch! Ich öffne die Tür und zwei Katzen rennen an mir vorbei. Scheiße die armen waren für Stunden da drinnen eingesperrt. Dann habe ich sie gefüttert und mich dann schließlich bettfertig gemacht und dann sehe ich DIE KATZEN HABEN IN MEIN BETT GEPISST! NEEEEEEIIIIIN!!!!
Die Wolldecke, meine tolle flauschige, warme Decke, das Bettlacke und bis auf die Matratze! JUHU alles runter! Und dann auch noch die Matratze umdrehen, mach das mal mit einer Schrägen! Zur Erinnerung:

Ein Super Tag, aber zum Glück war dieser Idiot weg!
Etwas Positives hatte der Tag aber doch, Elaine hatte Wäsche in der Garage von einem ihrer Gäste und das sollte alles gewaschen und gebügelt und so werden. Dafür zahlt er auch 15$ die Stunde hat Elaine mir erzählt und mich gefragt ob ich das machen würde. NA KLAR! Ich habe also den ganzen Tag damit verbracht diese Wäsche zu machen und am Ende kamen 150$ für mich bei raus!!! Whoop!

Mittwoch haben sie uns hier den Strom abgestellt, weil sie irgendwie Bauarbeiten machen und dazu musste der dann ausgeschaltet werde. Bis um 10 musste alles Mögliche gemacht werden und dann haben wir das Hausverlassen und sind in die Stadt gefahren.
Zuerst waren wir bei Costco, das ist so ähnlich wie die Metro, und alles ist so viel günstiger als normal! Da habe ich einen Blick auf die Kameras geworfen, denn ich überlege mir momentan wirklich mir eine Spiegelreflexkamera zu kaufen! (Wäre dann mein persönliches Geburtstagsgeschenk an mich selber :D)
Als wir da durch waren, haben Elaine und Barb mich in der Mall raus gelassen, damit ich shoppen gehen kann. Die beiden hatten einen Termin beim Kosmetiker, Nägel machen und Haare und blaa, da hatte ich nicht so viel Lust drauf.
Ich war zwar nicht mega erfolgreich, aaber ich habe mir 2 Tops gekauft und auch noch einen guten Deal gemacht! (Rosi und Geli, ihr wärt stolz auf mich) Denn erst mal war alles reduziert, dann wenn man 2 Teile kauft, bekommt man das 2. zum halben Preis und dann habe ich auch noch ein Makel an dem einen Top entdeckt und dafür noch mal 10% off bekommen :D
Dann bin ich noch herumgeschlendert und in einem Technikshop gelandet, da habe ich mich über die Kamera, die ich bei Costco kaufen will informiert und der Typ war so bemüht und hat sogar das ganze Teil auseinander gebaut. Als ich dann auch noch wegen dem Ladegerät gefragt habe hat er alles Mögliche ausprobiert und dann noch mit mir gegoogled, wie ich das zuhause aufladen kann!

Meine sonstigen Arbeitstage sind nicht unbedingt spannend, denn ich mache sauber, beziehe die Betten neu, fülle Shampoo und den Kram nach und bin eben ein Zimmermädchen!
Aber gestern hatte ich ein Telefoninterview wegen einem Job in Tofino. Ich hatte schon die ganze Zeit den Plan dahin zugehen, aber es ist weit weg und relativ teuer dahin zukommen.
Ja das Interview verlief sehr positiv und die Tante meinte, dass sie normalerweise immer noch ein 2. machen, aber da würden sie diesmal eine Ausnahme machen. Yeeey!
Also Leute, nächste Woche Freitag verlasse ich dieses schöne Fleckchen hier und gehe zu einem noch schönerem Fleck! Mein erster Job in Canada! Here weg go! Ich freue mich total darüber.
Und ich habe sogar noch eine günstigere Möglichkeit gefunden nach Tofino zu kommen, denn bei Facebook hatte ein Mädel geschrieben, dass sie am 12. ein Auto mieten wollen und von Victoria nach Tofino fahren. Dem habe ich mich dann direkt mach angeschlossen und steuere ein wenig was bei (aber nur halb so viel, wie der Bus mich kosten würde! Man spart eben wo man kann!) Aber ich glaube auch, dass es viel witziger wird mit denen zu fahren und es dauert nicht so lange und ist bequemer und alles ist super. Sind auch 2 Deutsche und machen einen super netten Eindruck!
Das Wetter hier ist auch momentan richtig gut, man merkt zwar, dass kein Sommer mehr ist, weil es recht kühl wird, wenn die Sonne nicht mehr da ist, aber in der Sonne ist es noch so schön warm und ich muss noch keine Jacke überziehen!

Ihr hört von mir! Ich drücke Euch alle <3

28August
2014

Whale Watching!!! Ein Abenteuer fürs Leben! (Update No. 2)

Also Leute: Heute bin ich zusammen mit Grace (wir haben uns auf der anderen Farm in Duncan kennengelernt) zum Whale Watching gegangen!
Mama, ich danke dir soooooo sehr, dass du keine Ruhe gelassen hast und mich damit regelrecht genervt hast! Es ist ein Abenteuer fürs Leben!
Ich habe kaum Worte für das, was ich heute gesehen habe, außer: Es war atemberaubend!!!!
Ich bin immer noch total geflasht von allem!

Wir haben unsere Tour mit Eagle Wings gemacht, das ist eine Agentur wo Elaine ihre Gäste hinschickt. Die sind echt gut. Und weil Elaine da angerufen hatte und meinte, dass wir das gerne machen möchten haben wir auch 20% Nachlass bekommen :D
Zu der Anlegestelle zu kommen war allerdings nicht ganz einfach. Wir hatten eine veralteten Flyer und sind zu einem falschen Ort gelaufen und haben gesucht und gesucht. Um 9:30 Uhr sollten wir da sein, also haben wir um 20 nach im Büro angerufen und uns den Weg erklären lassen. Wir mussten komplett auf die andere Seite vom Hafen, das hat dann auch gute 20 Minuten gedauert und um 9:45 Uhr kamen wir endlich total gestresst da an! Aber alles gut gegangen, sie waren noch da und sind nicht ohne uns losgefahren :P (Die Tour ging ja auch erst um 10 los)

Hier jetzt ein paar tolle Bilder von dem heutigen Tag (mit meiner popeligen Kamera, die Bilder von Grace muss sie mir zusenden und dann gibt es noch ein paar mehr!)
WAAAAALDie RückenflossenDirekt vor uns rausgekommenMehrere WaleWaaaaal
Big Orca Orca! Ich - jetzt auch noch Robben gucken
Da fühlt man sich doch gleich wie bei Germanys next Topmodel Grace und ich - but first, let me take a selfie!

25August
2014

Ereignisreicher Morgen!!!

Heute Morgen musste ich mal wieder aufstehen um die Hühner rauszulassen! Auf dem Weg zum Hühnergehege komme ich an dem Stall vorbei, in dem Piggy Sue schon seit einer Woche hochschwanger liegt.
Ich laufe da also vorbei und werfe einen kurzen Blick in den Stall und da sehe ich etwas hellrosanes. Musste ich natürlich gucken ob das jetzt wirklich die kleinen Ferkel sind. Und JAAA es waren die Ferkel! Heute nacht ist Piggy Sue 11-fache Mutter geworden, allerdings ist eines der kleinen Schweinchen schon tot gewesen.
10 quieklebendige Ferkelchen streiten sich nun die ganze Zeit um die besten Zitzen und schlafen dabei andauernd ein! Das ganze ist so süß!
Ich musste auch heute 2 Stunden aufpassen, dass die alle mal an die Zitzen kommen und nicht verletzt werden und so.
Die kleinen können einen Krach machen, das ist unglaublich. Ich weiß nun also auch warum es heißt: QUIEKlebendig :P
Klein und rosa! Piggy Sue und ihre Ferkel Piggies
Heute war so viel zu tun, dass große Freude über die lang ersehnten Ferkel nicht so ganz genoßen werden konnte. Wir mussten heute im Eiltempo alle 5 Suiten saubermachen und für die neuen Gäste (die ab 15 Uhr einchecken) herrichten.
Ich habe heute mein erstes Bett ganz alleine gemacht :D
Sieht doch schon recht professionel aus :)

24August
2014

Da war es schon ein Monat Canada...!

Wie ich ja schon das Letzte mal berichtet habe bin ich auf einer neuen Farm angekommen. Dieses beinhaltet ein sehr luxuriöses B&B (von dem Mama und Papa mir dann erst mal erzählt habe, es sei eines der 10 besten des Landes) und dann noch die nicht ganz so luxuriöse Farm!
In dem B&B haben sie 5 Suiten die vermietet werden, und die beste Aussicht ist diese hier:
  Luxus Suite
(Gegen diese Aussicht sieht alles andere echt scheiße aus ;))
Ich schlafe in einer winzigen Wohnung über dem Stall!
Gleich vor dem Auto ist die Einfahrt zum B&B, hinter dem Schild liegt die Scheune
Und der Stall ist ein kleines Stückchen die Straße herunter und dann noch den Hang hinunter! Hier gibt es Hühner, Schweine und momentan nur ein Pferd. Und das eine Schwein ist hochschwanger und kann jeden Tag seine kleinen Ferkel werfen! Ich will Babys sehen!
Mein kleines Zuhause darf ich mir allerdings mit 3 kleinen Katzen teilen! Die Katzen leben in dem Heustober, den ich durchqueren muss um in die kleine Wohnung zu kommen, und in dem gibt es leider kein Tageslicht!
Heuschober, die Tür führt in meine kleine Kabine
Das heißt die springen den ganzen Tag hier in der Wohnung rum, was die einzige Chance für die armen auf Tageslicht ist. Die kleinen sind mittlerweile 7 Wochen alt und meiner Meinung nach, sollte man sie mal nach draußen lassen!
Beim essen oder Zähneputzen ist es besonders schön, denn die springen auf alles rauf. Wenn ich also esse, laufen die auf dem Tisch rum (das ist ja so total mein Ding!).

Zur Raumaufteilung: Man kommt durch die Tür herein und hat zur Rechten den kleinen Küchentresen und zur Linken ein Sofa mit Fernseher. Direkt neben der Tür befindet sich das Bade„zimmer“, dieses lässt sich mit einem Vorhang von der Küche abtrennen und mit einem weiteren vom Schlafzimmer! Im Schlafzimmer befindet sich das Waschbecken und im Bad ein Klo (nur für Flüssigkeiten!!!) und eine Dusche!
Küche Bad
Draußen (das hat Alan mir ganz stolz präsentiert) steht das „Donnerhaus“. Das Donnerhaus ist ein Plumsklo!!!! Wir leben im 21. Jahrhundert und die haben dort ein Plumsklo!!! Wie im Mittelalter! Dieses stille Örtchen ist ganz und gar nicht still, denn die Farm liegt quasi über einem Highway, also kann man dem Verkehrslärm lauschen!
Vielleicht bin ich ja auch zu anspruchsvoll, aber das Donnerhaus finde ich ganz und gar nicht witzig, und die Katzen, die auf den Tischen und überall drauf springen, finde ich auch nur dezent süß… Vor allem nerven sie mich, sie wuseln überall herum, auch in meinem Bett!
Aber mal abgesehen davon geht es mir hier ganz gut! Ich arbeite täglich gute 6 Stunden.
Vor dem Aufstehen muss ich die Hühner raus lassen, so gegen 6! Aber ich persönlich finde gegen 10 vor 7 ist das auch noch in Ordnung!
Morgens um 8 geht es los mit Frühstück vorbereiten und aufdecken und ab 9 kommen die dann aus ihren Zimmern gekrochen und haben Hunger. Dann servieren wir ihnen ein Dreigänge Frühstück, Kaffee, Orangensaft und natürlich Champagner. Zwischendurch wird sich auch noch sehr nett mit den Gästen unterhalten und die finden es immer sehr interessant meine Geschichte zu erfahren.
Danach wird abgeräumt und die Küche sauber gemacht!
Ab 11 wird dann angefangen die Suiten zu reinigen oder zu refreshen, wenn die Gäste für eine weitere Nacht bleiben, was aber eher selten der Fall ist! Gegen 2 habe ich dann meine 6 Stunden Arbeit erreicht und meistens darf ich Feierabend machen.
Am Dienstag habe ich eine kleine Fahrradtour (die haben hier 2 Stück) zum nahe gelegenen See gemacht! Es war eine echt schöne Aussicht und ich habe mich hingesetzt und mein Buch gelesen, das brauchte ich, nach dem anstrengenden Tag im B&B
Spectacle Lake
Mittwoch hatten wir einen recht entspannten Tag, da haben wir nur Frühstück gemacht und dann eine Suite für neue Gäste vorbereitet. Elaine hatte einen Frisörtermin und musste dafür nach Victoria. Weil Grace, von der anderen Farm in Duncan, sich entschieden hatte zu der alten Lady in der Nähe von Victoria zu gehen, haben wir uns in Victoria getroffen und einen schönen Nachmittag zusammen verbracht!
Victoria
Wir sind bis zum Meer gelaufen und dann die Klippe hochgekrackselt (total dumme Entscheidung) und mussten uns am Ende auch noch durch Dornengestrüpp kämpfen! Wir haben es aber geschafft!
Dann sind wir durch einen wundervollen Park spaziert, haben uns Victorias Downtown angesehen und als letztes sind wir am Hafen entlang spaziert, wo ganz viele Stände aufgebaut waren und einige Leute sogar Musik gemacht haben!
Seit Donnerstagnachmittag tut mir mein Knie total doll weh, ich weiß nicht warum, aber ich glaube es ist eine Überlastung… Eventuell hängt es mit dem 10 km Hike von letzter Woche zusammen. Wenn es nicht besser wird muss ich mich Montag wohl auf den Weg zum Arzt machen, ein Abendteuer, dass ich nicht unbedingt erleben möchte!
Auf jeden Fall hatte ich am Samstag meinen ersten freien Tag hier und konnte mit Alan mit gehen! Als erstes haben wir eines der Schweine zur Schlachtbank gebracht. Ich war mir dessen so gar nicht bewusst, weil ich dachte, dass wir es verkaufen! Naja, immerhin weiß man dann, dass das Tier aus guter Haltung kommt und nicht mit Medikamenten vollgepumpt wurde!
Als nächstes mussten wir neuen Wein, Champagner und Bier besorgen! Da das ganze hier ein Luxus B&B ist, gibt es natürlich nichts von der Stange!
Wir sind also in eine Art Brauerei gefahren, wo sie ihren ganz persönlichen Wein bekommen, sowie Champagner! Ich durfte sogar beim Abfüllen helfen!
Für den Wein durfte ich die Kappen aussuchen, die über den Korken getan werden und beim Champagner durfte ich den Korken draufsetzen, das metallische Sicherheitszeug verzwirbeln und am Ende die goldene Kappe draufsetzen!
Die Kappen für die Weinflaschen, große Auswahl Champagner abfüllen! Korken druff Sicherheitsteil dran und goldenes Käppchen auf :)

Ich vermisse euch alle doch schon sehr! Auf eine neue Woche mit neuen Abendteuern, eventuell geht es sogar reiten. Aber wie Mama schon gesagt hat: Das glaube ich erst, wenn du auf dem Pferd sitzt! ;)

<3

18August
2014

Sportliche Woche mit Sonntagsbraten und neuen Abendteuern

Am Montag haben Grace und ich wieder zusammen Arbeiten im Haus erledigt. Als erstes waren wir mit den Kindern Kartoffeln ernten, und dann sind wir ins Haus gegangen und haben Wäsche zusammengelegt und Socken sortiert… Unglaublich wie viele Socken die haben :P
Ich habe Mamas tollen Möhrensalat gemacht und der hat auch echt lecker geschmeckt! (Nur nicht ganz so süß, habe etwas wenig Zucker genommen)
Um 3 waren wir dann mit allem Möglichen fertig und konnten uns eine Pause gönne, es war echt heiß, ohne Klimaanlage wären wir eingegangen! Zusammen mit Norbert und Grace habe ich den Lego Movie geguckt und ich muss sagen, es ist ein wenig witzig, aber trotzdem finde ich ihn dämlich ;)
Nach dem Abendessen waren wir Blaubeeren pflücken (erstes Mal für mich).
Blaubeerpflücken
Die Blaubeeren, und noch Brombeeren, gab es zum Käsekuchen, den wir als spätes Dessert gegessen haben. (Aber Rosi, deinen Käsekuchen kann wohl keiner übertreffen ;))

Ansonsten passiert hier nicht ganz so viel Spannendes, wir machen sauber und passen dabei auf die Kinder auf. Allerdings ist das nicht ganz einfach, deren Aufmerksamkeitsspanne liegt bei 3-5 Minuten für irgendwas was sie machen.
Aber ich habe Mamas berühmte Kartoffelpuffer gemacht und die waren sau gut! Es hat mich total an Zuhause erinnert!!! Ich entdecke hier wohl meine Kochkünste :P Zu den Puffern gab es dann auch noch Apfelkompott, natürlich auch selber gemacht!
Nach dem Braten musste ich dann aber auch echt duschen, genau wie du es gesagt hast, Mama!

Donnerstag haben wir frei bekommen (mein erster richtiger freier Tag nach 10 Tagen!). Ich bin mit Grace wandern gegangen. Zuhause würde ich sowas niemals tun, aber hier, mit der ganzen tollen und wunderschönen Natur ist das irgendwie was ganz anderes ;)
Wir sind 10 Kilometer oder so gelaufen. Oh man, wenn man das nie macht ist das echt sehr anstrengend. Und meine Wanderschuhe (Ja, ich habe mir hier welche gekauft) sind noch nicht eingelaufen, also tun meine Füße sooo weh!
Sooo schön!Das macht Wanderlust!  Als wären wir plötzlich in den Tropen
Wir haben auf unserem Weg auch noch kleine Baby Rehe gesehen und ich war sooo nah dran!

An unserem zweiten freien Tag wollten wir eigentlich nach Chemainus fahren, dass soll ein ganz toller, kleiner Ort sein. Aber es hat geregnet und unsere Pläne über den Haufen geschmissen!
Zum Glück hat es dann gegen Mittag aufgehört und wir konnten noch nach Duncan fahren und dort unseren Tag verbringen.
In Duncan haben wir dann die Totem Pole Tour gemacht (2012 haben sie angefangen da ganz viele Totempfähle aufzustellen). Wir hatten unseren persönlichen Guide und der hat uns ganz viel über die Pfähle erzählt. Echt interessant und dazu noch for free :)
Als er gefällt wurde war es ca 750 Jahre alt!!!Meiner Meinung nach der Schönste! :)

Wir brauchten nach der Tour erst mal eine Stärkung und haben uns für Sushi entschieden, das war soooo lecker, aber leider zu wenig ;)
Danach sind wir in ungefähr alle Thrift Stores gegangen, die es hier in Duncan gibt, und es gibt echt einige! Aber da war nichts dabei, ich war schon etwas enttäuscht. Aber wir sind dann noch ein einen Dollar Store gegangen und da habe ich DIE Flip Flops gekauft!!!
Canada Flip Flops!!!
Nach unserem mehr oder weniger erfolgreichen Shoppingnachmittag haben wir uns dann mit Norbert getroffen und sind in den Pub in Duncan gegangen! In sein Lonely Planet Reseführer wurde die Jambalaja Pizza empfohlen, die mussten wir dann natürlich bestellen! Und dann haben wir auch noch Poutine bestellt (typisch kanadisch, Pommes mit Bratensoße und Käse). Dazu gab es dann auch noch n Cocktail :)
Wir wollten so eine kleine Bartour machen, das war aber leider nicht drin, denn es gibt kaum was in Duncan, der Pub ist mit der größte und beste...
Aber wir haben dann doch noch 2 nette Plätzchen gefunden, wo wir jeweils einen Cocktail getrunken haben!
Mit dem 10 Uhr Bus (der letzte von Duncan bis zur Farm) sind wir dann zurück. Der Weg von der Haltestelle bis zur Farm war einfach soooo dunkel, von Straßenbeleuchtung halten die hier echt nichts :P
Samstag und Sonntag waren Grace und ich dann wieder fleißig und haben ganz viel sauber gemacht und auf die Kinder aufgepasst. Mit der Zeit werden die Kinder aber immer anstrengender und anstrengender! Für mich war es tatsächlich die richtige Entscheidung KEIN Au Pair zu machen, ich weiß nicht wie ihr das aushalten könnt ;)
Das echte kanadische Truthahn-Dinner am Sonntagabend hat das aber wieder wett gemacht! Es war einfach nur super!!! Echt eine Schande, dass Truthahn in Deutschland nicht so verbreitet ist!
Dieser Truthahn hatte ein stolzes Gewicht von ca 10kg!!! Ich kann gar nicht beschreiben wie lecker das war, aber wenn ich euch erzähle, dass ich danach nur noch rollen konnte, könnt ihr euch das hoffentlich vorstellen :D
Truhthahn ausstopfen  Yammi, fast fertig! Wir haben Hunger, Hunger, Hunger... :D

Soo zu guter Letzt: Ich habe mich nach einer neuen Farm umgesehen und auch direkt eine Antwort bekommen! Heute Morgen ging es in Richtung Victoria, auf eine kleine Farm, wo sie Tiere und Pferde(!!!) haben und auch ein B&B.
Schlösschen
Als ich angekommen bin habe ich erst mal gestaunt, denn ich hatte ein kleines Schloss mit königlichem Ausblick vor mir!!! Und es hat gar nicht lange gedauert, da habe ich auch schon mitgeholfen die Zimmer sauber zu machen. Ich dachte erst mal so okay, weil ich noch nicht mal meine Sachen in mein neues Zimmer bringen konnte oder überhaupt ankommen konnte.
Aber nach 1.5 Stunden haben wir eine Limonaden Pause eingelegt und ich durfte mich etwas entspannen und für uns alle Sandwiches zum Lunch vorbereiten. Als Dessert nach dem Lunch gab es Kürbis Pie, echt super lecker, hätte ich nicht gedacht!
Allan hat mir dann am Nachmittag gezeigt wo ich unterkomme. Es ist nicht in dem Haus mit dem wunderbaren Ausblick, wäre ja auch zu schön gewesen.
Da wohne ich wohl die nächste Zeit
Die Scheune, wo sie ein kleines Zimmer drüber haben, ist ein ganz kleines Stück die Straße runter. Ich hoffe da kommt ganz bald noch jemand anderes hier zum helfen her, ansonsten wird es etwas einsam da unten. Aber ich habe Babykatzen mit denen ich spielen kann!

09August
2014

Gestrandet - auf Vancouver Island

Am Montag, den 4. August, habe ich mich dann endlich auf den Weg nach Vancouver Island gemacht. 
Morgens habe ich meinen Rucksack gepackt und die tollen Vakuumbeutel ausprobiert, die ich gekauft habe. Die Teile sind super! Ja, dazu braucht man auch einen Staubsauger, wovon mein Roomie aufgewacht ist und mich angemacht hat ob das unbedingt jetzt sein muss. Ja, musste es! Das war die Rache dafür, dass er nie, also wirklich nie, seinen dummen Wecker gehört hat. Der lief immer mindestens 10 Minuten, bevor er endlich aufgewacht ist.
Ja gut, Sachen waren dann irgendwann gepackt und ich habe gefrühstückt.
Nach kurzer Verabschiedung von meinen Roomies habe ich mich um 12 Uhr mit Sack und Pack auf den Weg zum Skytrain gemacht. Ich musste mit dem Skytrain bis zur Greyhoundstation fahren und dann dort eine Stunde auf den Greyhound warten.
Mit dem Greyhoundbus ging es dann bis zur Fähre, wo ich wieder warten musste, aber diesmal nur 45 Minuten. Mit der Fähre ging es dann nach Nanaimo, das hat knappe 2 Stunden gedauert. 
Aber die Fahrt mit der Fähre war toll!!! Ich hatte so eine schöne Aussicht, das ist kaum zu glauben. Ich konnte sogar Vancouver von der Fähre aus sehen!!!
Fähre noch im HafenMan kann Vancouver Downtown sehen :D   Mit Sack und Pack auf der Fähre
Als wir dann etwas verspätet in Nanaimo ankamen musste ich mich spurten um noch den Anschlussbus zu bekommen. Der war aber noch da und eine lange Schlange hatte sich vor dem Bus gebildet. Knapp eine halbe Stunde zu spät sind wir dann losgefahren und ich konnte aus dem Fenster ein wenig die schöne Insel betrachten.
Im Bus saß ich neben einer super netten Frau, die mir erzählt hat, dass sie aus Victoria kommt und dort auch lebt. Ich habe ihr meine Geschichte erzählt, dass ich hier in Canada Work&Travel mache und nun auf dem Weg zu einer Farm bin. Sie hat mir dann aufgeschrieben, was ich unbedingt in Duncan tun soll und mir sogar ihre Visitenkarte gegeben und meinte, dass ich mich mal melden sollte, wenn ich nach Victoria komme! Die Kanadier sind soooo freundlich!
Als ich dann endlich in Duncan angekommen bin musste ich noch auf Leana warten, weil die in der Zwischenzeit (der Bus hatte Verspätung) noch was einkaufen gegangen sind. Sie hat mir dann gesagt, dass ich zum Eingang vom Superstore kommen soll und sie gleich fertig sind mit einkaufen. Also bin ich dahin und habe gewartet. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann eine freundliche Frau auf mich zu und meinte, dass sie Leana wäre!
So ging es dann mit dem Auto auf zur Farm. YEAH
Dort angekommen hatte ich gerade mal genug Zeit meine Sachen abzulegen, da ging es auch schon ans Besichtigen.
Als erstes habe ich den Obst-und Gemüsegarten gesehen, wo ich dann auf die beiden kleinen Kinder Cassidy (3) und Dawson (2) getroffen bin. Und natürlich auf den Vater Calvin.
Danach ging es dann weiter in den Stall. Dort haben die Ziegen, zwei Mamas mit ihren Kindern. Außerdem haben die ungefähr 100 Hühner, Gänse, Truthähne und 2 super süße Esel. Ach und einen Hund, der heißt Carmen :P
Nach der Besichtigungstour durfte ich dann mein neues Zuhause für die nächsten 1 bis 2 Wochen besichtigen. Es ist ein kleines Häuschen auf dem Grundstück, mit einem kleinen Schlafzimmer, Bad, Wohnzimmer und Küche und einem Vorflur.
Da ich die erste hier in dem Haus war, konnte ich mir natürlich auch das kleine Schlafzimmer sichern!
Dann gab es auch schon Abendbrot.

Mein erster Tag auf der Farm bestand darin auf die beiden Kinder aufzupassen. Sie haben mich an Anfang gefragt was ich tun möchte und da meinte ich, dass ich ja ein wenig(!!!) auf die Kinder aufpassen kann.
Als Calvin dann aus der Stadt wiedergekommen ist gab es Lunch. Danach sind wir zu einem Fluss gefahren, die Hälfte der Strecke bestand aus einem sehr löchrigem Schotterweg.
Der Fluss befindet sich irgendwo im Wald! Und es war echt schön dort! Zwar besteht der Strand und das Flussbett nur aus Steinen, aber trotzdem war es sehr, sehr schön dort. Das Wasser hier ist so glasklar, dass man auch an den tiefen Stellen noch den Grund sehen kann.
Oooh, und das Wasser war eiskalt!!! Ich bin auch reingegangen, aber nur halb, war mir dann doch zu kalt :P
Ausflug zum Fluss, kalt und steinig, aber wunderschön
Als ich dann gerade so fertig war mit Duschen kam auch schon der nächste neue Helfer. Er heißt Norbert und kommt aus Heidelberg. Man kann hier echt so weit weg von allem gehen und trifft trotzdem noch auf Deutsche, das ist Wahnsinn!

Am Mittwoch haben wir uns auch schon auf den Weg nach Port Renfew gemacht! Ich hatte bis dahin nicht so ganz verstanden was sie in Port Renfew machen und dachte, dass ich da bei irgendwas Speziellem helfen soll, aber es hat sich herausgestellt, dass die dort einen Wohnwagen stehen haben.
Der ist aber nicht so klein uns süß wie unserer Mama, Papa! Der ist riesig, man kann sogar die Seiten ausfahren, damit man drinnen mehr Platz hat.
Auf dem Weg nach Port Renfew hat Calvin für mich an mehreren schönen Orten angehalten! Einer schöner als der Andere, am Ende war ich echt geflasht!!! DAS IST CANADA!
CANADA!Atemberaubend  Port Renfew - westlichste Westküste mit Blick auf einen Zipfel der USA

Kaum waren die Sachen auf dem Campingplatz ausgepackt, da habe ich auch schon die anderen beiden Helferinnen von Leanas Schwester kennengelernt. Und ratet mal woher die kamen! Genau die eine kam auch aus Deutschland! Überall immer diese Deutschen :P Die andere war allerdings aus Norwegen.
Wir sind zu dritt mit dem Kanu den Fluss hoch bis zum Meer gefahren, allerdings waren die Wellen auf dem offenen Meer soo groß und unser Kanu soo klein, dass wir ganz schnell an den Strand gepaddelt sind, damit wir nicht kentern!
(Fotos kommen später, ich hatte meine eigene Kamera nicht dabei.)
Zum Abendbrot gab es selbst gefangenen und geräucherten Lachs, Kartoffeln, Salat und alles Leckere :D Aber der Lachs war unwiderstehlich!

Donnerstag habe ich dann mehr oder weniger den ganzen Tag auf die Kinder aufgepasst. Die Oma war auch da, die hat eigentlich das Meiste übernommen und ich saß immer nur dabei. Naja, was solls. Die beiden anderen Mädels mussten halt wirklich arbeiten!
Abends haben wir alle (Calvin und Freunde von ihm und die beiden Mädels) am Feuer zusammen gesessen und uns nett unterhalten! Die Männer haben da irgendwie ihr jährliches Treffen gehabt und dementsprechend den ganzen Tag Bier getrunken :P

Freitagmorgen brauchte ich unbedingt eine Dusche und bin deshalb bei Leanas Schwester im Haus duschen gegangen, als ich zurück kam hatte Calvin schon die meisten Sachen zusammengepackt und das Auto so halbwegs Abfahrtbereit gemacht. Eigentlich dachte ich, dass wir noch länger dort in Port Renfew bleiben.
Gut, dann ging es gegen Mittag wieder zurück in Richtung Duncan. Auch dieses Mal haben wir an mehreren schönen Orten angehalten!
Wir haben sogar den Avatar Grove gemacht! Die Leute haben den Baum, den man am Ende sehen kann, nach dem Film benannt, weil der anscheinend sehr ähnlich aussieht!
Avatar Grove - wie im MärchenSo riesen, große BäumeCalvin, Carmen, Cassidy, ich und DawsonDer Avatar Baum

Abends ist dann noch eine Helferin angekommen, und ich kann euch beruhigen, sie kommt nicht aus Deutschland :P
Die Kinder sind auch ziemlich spät ins Bett gebracht worden (so wie die Tage davor auch immer). Um 10! Die sind 2 und 3 Jahre alt!!! Naja, nicht meine Erziehung!

Samstag (09.08.) sind wir nach Duncan reingefahren. Dort gibt es jeden Samstag einen Farmers Market, den ich persönlich sehr, sehr schön finde! Man kann dort alles Mögliche kaufen, wie Gemüse, Seifen und jegliches anderes Essen.
Nach dem Markt haben wir (Norbert, Grace und ich) etwas Freizeit bekommen, um uns die Stadt etwas anzugucken! Und ich finde Duncan ist eine sehr schöne süße Stadt, ich mag das irgendwie viel lieber als das große und überlaufene Vancouver!
ATM Drive-In, die Leute müssen nicht mal das Auto verlassen um Geld zu holen! Crazy!DuncanFarmers Market  
Als wir dann wieder zurück auf der Farm waren, habe ich zum ersten Mal richtige Aufgaben bekommen. Grace und ich haben zusammen ein wenig das Haus geputzt. Ich sollte die Fenster putzen (weil ich das ja auch so toll kann, oder Mama?), dann abwaschen, ganz viel anderes gab es zu putzen!
Zwischendurch gab es dann auch Lunch, unzwar Wraps! Oh, das war lecker, und ich war soooo hungrig!
Danach ging es dann auch direkt weiter mit Putzen.
Ich sollte auch kurz auf die Kinder aufpassen, aber (Resultat von andauernd spät ins Bett gehen und morgens so früh aufwachen) waren die Kinder die ganze Zeit super quengelig, haben sich die ganze Zeit gestritten und aus allem ein Drama gemacht. Ganz besonders der Kleinere! Andauernd nach Mama geschrien, wenn irgendwas nicht nach seiner Nase lief! Wenn das so weiter geht, halte ich das hier wohl nicht mehr lange aus.
Außerdem sind die Kinder soooo schlecht erzogen, es wird immer mit etwas gedroht, aber es hat nie Konsequenzen! Dawson hat die ganze Zeit Unsinn gemacht, wurde in sein Zimmer geschickt und nach 2 Minuten kam er wieder raus und das wars! Und so geht das nur hier, beim Essen wird auch einfach aufgestanden, rumgelaufen und dann irgendwann mal gesagt, dass die sich wieder hinsetzten sollen, aber passieren tut da trotzdem nichts!
Zum Abschluss des Putzens gab es dann heute sehr leckeren Cocktail!
Yummi

03August
2014

Tschüss Vancouver, es war schön!

In den letzten paar Tagen habe ich hier in Vancouver echt sehr viele neue und sehr liebe Leute kennengelernt. Wir waren Mittwoch zusammen beim Feuerwerk der Franzosen am English Bay und es war echt toll!

Am Donnerstag habe ich auch noch eine kleinen Ausflug nach Granville Island gemacht, so eine kleine Halbinsel von Vancouver.

Da ist im Prinzip so ein super großer Markt mit ganz vielen veschiedenen Ständen. Die verkaufen ganz viel Obst und Gemüse, Backwahren, ganz viel Süßes, Souveniers, Seifen, Fisch und alles!

Wir haben uns eine Tüte Kirschen gekauft und uns dort an den kleinen Hafen gesetzt und die Aussicht und die Sonne genoßen. Das gute Wetter hält auch hier an, zum Glück! 
Am Wasser, Ausblick auf die Stadt
Nachdem ich von Granville Island wieder zurück war, bin ich mit Kevin zur Bank gegangen, weil er meinte, dass meine Bank (Scotia) voll die schlechten Konditionen hätte und seine (die BMO) sei ja viel besser. Erst sind wir zur Scotia und haben denen erzählt, dass die Konditionen schlecht sind und ob die nicht was verändern könnten, weil ich sonst kündige und zu einer anderen gehe. Naja, die haben anscheinend kein Interesse an ihren Kunden und meinten: Nö, da können wir nichts tun. Und als wir dann gesagt haben, dass ich kündige meinten die nur: Naja, ok.
Also ab zur BMO, Bankkonto eröffnet und viel viel bessere Konditionen bekommen! (Danke Kevin!!!)
Dann bin ich Freitag zur Scotia, um das Konto zu kündingen. Es hat nur 2 Minuten gedauert. Oh man, so was würde es in Deutschland nicht geben :P

Diese Woche war irgendwie Schwulenwoche. Wir leben hier im West End also gibt es hier super viele homosexuelle Menschen, so viele auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. (Im Gegensatz zu dem hier sind die Deutschen immernoch sehr untollerant!)
Die haben hier dann auch so ein Straßenfest veranstaltet, wo ich mit Kevin hingegangen bin und wir alles gemacht haben, was man da machen konnte. Wir haben auch Twister gespielt und Kevin hat einen 20$ Gutschein für eine Bar gewonnen! Wie geiiil!
Straßenfest auf der Davie St.
Den Tag haben wir dann mit einem unglaublichen Blick über Vancouver in dem Apartment von einem Freund von Kevin abgeschloßen!
Skyline von Vancouver
Das letzte Feuerwerk der Celebration of Lights, am Samstag, haben wir uns natürlich auch noch angeguckt. Wir waren schon sehr früh am Strand, um uns die besten Plätze zu sichern. Wenn die Flut nicht gewesen wäre, hätten wir auch einfach die geilsten Plätze überhaupt gehab! Aber nein, die dumme Flut musste ja genau so weit hochkommen, dass wir umziehen mussten!
Da war es noch erste Reihe :P
Die Japaner haben echt das beste, also wirklich das beste, Feuerwerk dieser Woche gemacht! Es war sogar noch besser als das der USA und der Franzosen zusammen. Alle die sich das nicht angeguckt haben, haben echt was verpasst!!!
Feuerwerk!Die Japanier könnensEs wird nicht nur rumgeballert und alles was geht rausgehauen!Der Mond!!! Er hängt hier voll tief :D

Heute, am Sonntag, ist mein vorerst letzter Tag in Vancouver! Außerdem war heute die Pride Parade, ein Umzug von den ganzen homosexuellen Leuten. Die feiern das hier total und sind auch alle super stolz darauf! Alles ist bunt und die haben sogar einige Kreisel in den Regenbogenfarben angemalt!
PRIIIDE
Pride ParadeDrag QueenPride Parade 

Ich habe doch sehr schnell einen "Nachmieter" für mein Zimmer gefunden. Zum Glück, sonst hätte ich bestimmt noch viel, viel länger hier bleiben müssen!
Also nicht dass es mir hier nicht gefallen würde, aber mit 5 Typen zusammenzuleben, von denen 3-4 nie ihren Scheiß wegmachen und rumsauen und sich einen Scheiß dafür interessieren ist auf Dauer auch nicht so das Gelbe vom Ei. Außerdem gibt es hier in dem Haus auch kleine Ameisen, IN DER KÜCHE! Da fragt man dann mal nach, ob die das nicht ecklig finden und da bekommt man als Antwort: Ja, ist ja nicht mein Haus. JOOOO!!! Außerdem soll es so einen Putzplan geben, für jede Woche, und jeder muss ein paar Aufgaben erledigen. Ja also in den anderthalb Wochen die ich hier war, war ich die Einzige, die irgendwas gemacht hat! Naja, aber jetzt kann ich ja hier weg!

Also ich werde dann morgen mit Bus und Fähre und allem Drum und Dran meine Reise nach Vancouver Island machen. (Ich brauche da mindestens 4 Stunden hin, hätte irgendwie gedacht, dass es schneller ginge!).
Und ich habe eine Nachricht von einer Farm bekommen, zu der ich dann erst mal gehen werde! Die ist in der Nähe von Duncan und die haben 2 kleine Kinder, Ziegen, Enten und Gänse, außerdem auch noch einen Hobbygarten.
Ich hoffe ich bekomme da einiges von der schönen Natur zu sehen und dass ich endlich (nach einer sehr sehr deutschen Woche im kanadischen Vancouver) mal ein wenig meine Sprache verbessern kann. Und natürlich hoffe ich, dass ich auf lauter nette Leute treffe!!!

Heute Abend grillen wir noch mal zum Abschluss! Und ich habe heute schon ein Eichhörnchen und ein Stinktier in unserem Garten gesehen :D
Stiiiiinktier :Dschwarzes Eichhörnchen!!!


Ihr hört von mir!

29Juli
2014

Nach einer Woche in Canada

Nun bin ich schon seit einer Woche hier und habe relativ viel erlebt. Langsam lebe ich mich auch ein und habe mich an die 9 Stunden Zeitverschiebung gewöhnt!
Am Mittwoch bin ich in die WG gezogen, allerdings war niemand da, als ich da ankam. Also bin ich mit den anderen aus dem Hostel zum Grouse Mountain gefahren und da sind wir dann hochgewandert. Es war sooooo anstrengend! Der Rekord für die Strecke ist 23 Minuten, ich habe 1 Stunde und 35 gebraucht. Haha! Aber ich habe es geschafft!
Leider war das Wetter nicht so gut und wir konnten nicht den sagenhaften Ausblick von der Spitze des Berges genießen. Es war einfach so neblig, dass man keine 50 Meter weit gucken konnte. Grouse Mountain - sehr gute Sicht  JAA! Ich habe es geschafft!

Abends habe ich dann alle meine neuen Roomies getroffen und ich wurde dann auch gleich mit zum einkaufen zu Nofrills genommen, das soll hier so mit der günstigste Supermarkt in Reichweite sein. Aber hier ist trotzdem alles schweine teuer!
Die Roomies sind alle echt ganz nett und ich komme ganz gut klar.

Mittlerweile habe ich auch ein wenig was von Vancouver gesehen und muss sagen, dass ich die Strände und den Hafen echt toll finde. Alles andere ist zwar ganz schön und gut, aber ich denke es ist wie jede andere Großstadt auch: grau und laut! Irgendwie nicht so sehr überzeugend, bei Nacht aber alles sehr schön mit den Lichtern.

Ein Freund von meinen Roomies lebt in einem Penthouse und hat einen richtig geilen Ausblick, ich will nicht wissen, was der dafür bezahlt!

Allerdings kann man hier ganz gut ausgehen. Wir waren jetzt schon in verschiedenen Bars und Clubs (das ist hier oft beides in einem) und die Irish Pubs gefallen mir am besten!

Am Samstag war Celebration of Lights, da hat die USA Feuerwerk gemacht (es ist sowas wie ein Wettkampf, wer das beste Feuerwerk macht, am Mittwoch ist Frankreich dran und Samstag Japan). So was habe ich noch nie gesehen, es war so unglaublich!

Die letzten Tage war so gutes Wetter, dass wir öfter mal zum Strang gegangen sind und das Wetter ausgenutzt haben. Es ist soooo schön am Strand zu sein!

English BaySonnenuntergang am English Bay

Heute war ich auch am Strand. Aber wir sind auch noch durch den Stanley Park gelaufen und haben mehrere Waschbären gesehen. Das ist sooo unglaublich süß! Die kommen sogar auf 2 bis 3 Meter ran!

Waschbär! Alle hinter Mami her

23Juli
2014

Die ersten Tage in Vancouver

Montag sind wir gegen 17:10 in Vancouver gelandet, nach mehr als 10 Stunden Flug tat mir ungefähr alles weh!
Am Flughafen wurden die Pässe kontrolliert und dann musste man warten bis einem die Arbeitserlaubnis ausgestellt wird. Ich stand dann in der Schlange, aber da waren irgendwie nur asiatische Leute. Ich bin trotzdem da stehen geblieben und habe gewartet. Vor mir gefühlte 100 Menschen. Nach und nach kamen dann auch Leute, die ich schon im Flugzeug gesehen hatte. Gut, also richtig angestellt, hatte zwischendurch schon gedacht ich stehe falsch. Nach über 1.5 Stunden war ich endlich dran und habe meine Arbeitserlaubnis bekommen. Yes!!!

So nun fehlte noch mein Rucksack. Den habe ich natürlich nicht wie alle anderen schon vorher vom Band genommen. Deshalb sind die anderen auch alle so viel später zur Visaausgabe gekommen als ich. Ups!
Dann habe ich eine Frau gefragt ob sie mir helfen kann. Die ist mit mir einmal durch die Halle gelaufen und war so richtig, richtig nett. Nachdem wir dann an 3 Laufbändern waren und mein Rucksack nicht dabei war, haben wir ihn letztendlich doch noch gefunden. Neben dem Band von meinen Flug lag er mit 2 anderen Taschen auf dem Boden. Puh! Dann habe ich noch auf 2 andere aus meinem Flugzeug gewartet, um mit denen zusammen zum Hostel zu fahren.

Im Hostel angekommen haben wir eingecheckt und sind erst mal duschen gegangen!
Danach haben wir uns dann fertig gemacht und sind losgegangen, um die Stadt ein wenig anzugucken und um was zu essen. Der Cousin von der einen hat uns dann ein wenig rumgeführt und ist mit uns in die Cambie Bar. Dort haben wir ein Willkommensbier getrunken (ich hasse Bier!!!) und einen Burger gegessen.
Relativ spät sind wir wieder im Hostel gewesen und nur noch ins Bett gefallen. Man müsste meinen nach mehr als 28 Stunden wach sein schläft man mindestens 12 Stunden am Stück. Ja schade, ich nicht! Nach knappen 2 Stunden konnte ich dann schon nicht mehr schlafen.
Bin dann runter in den Aufenthaltsraum und habe mich auf der Suche nach WLAN dort hingesetzt. Leider ist das WLAN in diesem Hodtel absolut scheiße. Aber da saß dann noch ein Australier mit dem ich mich unterhalten habe. Irgendwann bin ich dann wieder ins Bett gegangen.

Am 2. Tag sind wir gegen 9 aufgestanden und dann Frühstücken.
Nach dem Frühstück habe ich mich mit Patrick getroffen, um mir die Schlüssel für die Wohnung geben zu lassen und ihm die Kaution zu zahlen. Er hat mir dann zeigt wo die Wohnung ist und wo ich schlafen werde.
Es waren nur er und sein Kumpel da, die für ihren Roadtrip gepackt haben. Die anderen Mitbewohner waren alle unterwegs.

Nach der Wohnungsbesichtigung habe ich dann die anderen beim Service Canada wiedergetroffen, wo wir uns die SIN geholt haben. Das war unkompliziert und ging recht flott. Um dann hier arbeiten zu können fehlt und nur noch der Bankaccount, also sind wir los zur Bank! Da haben wir einen Termin für Freitag bekommen!

Nach dem Organisatorischen erst mal was essen. Wir waren im Warehouse wo es recht günstig ist.

Nachdem wir gestärkt waren sind wir dann in den Stanley Park! Erst sind wir ein paar Kilometer am Wasser langgelaufen und dann sind wir in den Wald. Es hatte etwas Dschungelartiges und ist echt schön. Da vergisst man glatt das städtische Treiben.  

 

Ich habe da dann mein erstes Eichhörnchen gesehen und Eulen, die auf uns herabgeschaut haben.

Weiter im Wald kamen wir dann an den Braver Lake, der mit Pflanzen übersäht war.

Nach 3 bis 4 Stunden haben wir uns wieder auf den weg zum Hostel gemacht. Abends haben wir gekocht und noch mit anderen Deutschen nett zusammengesessen.
Die anderen sind später noch ausgegangen, aber ich war so müde und bin im Hostel geblieben. Im Zimmer war dann noch eine Australierin mit der ich mich kurz unterhalten habe und dann kamen noch 2 Schweizer.
Dieses Mal habe ich gut und durchgeschlafen, aber um 6:00 hellwach zu sein ist auch nicht so toll. Aber in den nächsten Tagen sollte das vergehen, das hoffe ich zumindest.